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Burnout-Signale Die Warnzeichen für zu viel Stress

Leistung wird heute schon von Kindern erwartet. Entsprechend hoch ist der Druck, später im Job immer mindestens 110 Prozent zu liefern. Das verursacht Druck. Wird der Stress zu viel, sollte man die Notbremse ziehen. Doch wann genau ist zu viel?

26.01.2012 15:30
Zu viel Stress kann krank machen. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, wann einem die Arbeit zu viel wird. Foto: dpa

Leistungsdruck kennen inzwischen schon Grundschüler. Schließlich sollen sie einen guten Start ins Leben haben: Dafür gilt oft als erforderlich, dass sie Englisch sprechen, Hockey spielen, ein Instrument beherrschen und ein gutes Abitur machen. Und was oft schon mit sechs Jahren beginnt, hört für Erwachsene nicht auf - im Gegenteil. „Die Anforderungen steigen immer mehr. Viele gönnen sich kaum noch Pausen, sind ständig verfügbar“, sagt die Psychologin Claudia Schmeink aus Darmstadt. Das führe in manchen Fällen zu enormen Druck bis hin zu einem Burnout.

Wie geht jemand mit den Anforderungen um?

„Wie und ab welchem Level Leistungsdruck empfunden wird, ist sehr individuell“, sagt der Offenbacher Psychologe Werner Gross. Dabei hat der Druck in der Regel zwei Komponenten. „Es gibt die externe Komponente, also objektive Anforderungen“, erklärt Schmeink. Und dann gibt es die interne Komponente. Bei der geht es mehr darum, wie die jeweilige Person mit den Anforderungen umgeht und ob sie etwa glaubt, dass sie es schaffen kann.

Die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert glaubt, dass das Empfinden von Leistungsdruck oftmals ein Ausdruck fehlender Anerkennung ist. „Natürlich hat das Wort Leistungsdruck eine negative Konnotation. Denn wenn es eine Herausforderung ist, empfinde ich das nicht als Druck, sondern als Motivation“, sagt sie. Und Werner Gross fügt hinzu: „Fordern ist gut, überfordern ist nicht gut.“ Ein Glaubenssatz von Piloten laute, dass ein guter Pilot auf dem Weg zum Flugzeug einen erhöhten Erregungspegel habe. „Im Cockpit selber ist er dann aber cool, calm and collected. Also ruhig und besonnen.“

Nicht nur im Beruf unter Anspannung

Allerdings ist es gerade in unserer Leistungsgesellschaft extrem schwierig, diese Ausgeglichenheit zu erlangen. „Zu sagen, 'Ich schaff das nicht' führt in vielen Branchen zu einem enormen Imageverlust“, sagt der Offenbacher Psychologe. Das sei oft sogar im Privaten schwierig, da die meisten Menschen nicht nur im Beruf unter Anspannung stünden. Wichtig ist, dagegen zu steuern. Doch wie erkennt man eine zu hohe Belastung und was kann man dagegen tun?

Sieben Tipps, wie man Stress erkennen und vermeiden kann, haben wir in der Bilderstrecke zusammengestellt.

(dpa)

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