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Influenza Wenig Geimpfte in Risikogruppen

Die letzte Grippesaison verlief heftig - viele ältere Menschen erkrankten schwer. Der neue Influenza-Saisonbericht beklagt eine niedrige Impfquote.

Grippe-Impfung
Ein Hinweisschild in einer Berliner Arztpraxis. Foto: dpa

Die Grippewelle in der Saison 2016/2017 verlief schwer und hat vor allem ältere Menschen stark getroffen. Das geht aus dem neuen Influenza-Saisonbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach gehörten letztes Mal 90 Prozent der Viren zum Subtyp H3N2, der bei einer Infektion vor allem alte und hochbetagte Menschen schwer erkranken lässt. „Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig“, sagt RKI-Präsident Lothar H. Wieler. Auch wenn eine Impfung nicht zu 100 Prozent vor einer Grippe schütze, so könnten doch viele Erkrankungsfälle und schwere Verläufe verhindert werden. Zusätzlich empfiehlt das Robert Koch-Institut regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife sowie Abstandhalten zu Erkrankten.

Neben den Impfstoffen, die intramuskulär in den Oberarm gespritzt werden, gebe es in dieser Saison auch einen Impfstoff, der unter die Haut – subkutan –injiziert werden kann, erklärt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Zusätzlich existiert ein Nasenspray-Impfstoff für Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 17 Jahren sowie ein Impfstoff mit Wirkverstärker für über 65-Jährige. Die drei aktuellen Impfstoffe mit drei Wirkstoff-Komponenten sollen gegen alle kursierenden Hauptstämme des Influenzavirus’ schützen.

Grippe-Impfung für ältere Menschen empfohlen

Die ständige Impfkommission des RKI empfiehlt die Grippeimpfung insbesondere für Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe—das sind vor allem Menschen über 60, chronisch Kranke und Schwangere. Medizinisches und pflegerisches Personal sollte sich ebenfalls impfen lassen, doch auch bei diesem Gruppen seien die Quoten zu niedrig. Eine Pilotstudie in zwei Unikliniken ergab, dass nur knapp 40 Prozent der Klinikmitarbeiter geimpft waren. Das Paul-Ehrlich-Institut, dass die Qualität aller Impfstoff-Chargen prüft, bevor sie auf den Markt gebracht werden, hat bereits rund 17 Millionen Impfstoffdosen freigegeben.

Der optimale Zeitpunkt für eine Impfung ist nach Angaben des RKI im Oktober und November. Weitere Infos unter www.impfen-info.de/grippe, www.pei.de/influenza-impfstoffe oder www.rki.de/influenza.

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