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Herbstanfang Wann eine Grippeimpfung sinnvoll ist

Nur etwas für Senioren? Oder vielleicht doch genau der richtige Schutz vor den gefährlichen Influenza-Viren? Experten verraten, wer wirklich über eine Grippeimpfung nachdenken sollte.

16.09.2015 13:52
Vor allem Senioren und chronisch Kranken wird eine Impfung gegen Grippe empfohlen. Foto: dpa

Mit Beginn der kälteren Jahreszeit häufen sich auch die Grippeerkrankungenwieder. Doch wie kann man sich am besten vor einer Ansteckung schützen? Vor allemanfällige oder chronisch kranke Menschen sollten die Gefahr nicht unterschätzen. Mediziner verraten, wer über eine Impfung nachdenken sollte.

Zuletzt war nur jeder Zweite der besonders gefährdeten Über-60-Jährigen geimpft, wie das Robert Koch Institut (RKI) zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mitteilte.
Unter chronisch Kranken zwischen 18 und 59 Jahren, bei denen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ebenfalls höher ist, waren sogar lediglich 24 Prozent geimpft. Dabei fordert die Weltgesundheitsorganisation für Risikogruppen eigentlich eine Impfquote von mindestens 75 Prozent.

Für wen eine Grippe-Impfung ratsam ist

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal, sich impfen zu lassen.

Die klassische Empfehlung ist, sich im Oktober oder November impfen zu lassen, so Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
„Man kann sich aber auch jetzt schon impfen lassen. Der Schutz hält die gesamte Wintersaison.“

Bis die Impfung wirkt, dauert es in der Regel etwa zwei Wochen. In dieser Zeit bildet der Körper Abwehrzellen und Abwehrstoffe gegen die Influenza-Viren. Anders als etwa eine Masernimpfung, dient die Grippe-Impfung vorrangig dem eignen Schutz. Deshalb wird sie auch nur jenen Menschen ausdrücklich empfohlen, für die eine Grippe eine ernsthafte gesundheitliche Bedrohung darstellen kann. Allen anderen wird allerdings nicht abgeraten.

Die Nebenwirkungen

Wie jede Impfung kann auch die gegen Grippe Nebenwirkungen haben: In der Region der Einstichstelle kann es zu Schwellungen, Schmerzen oder Rötungen kommen. Es ist auch möglich, dass man sich nach der Impfung müde oder schlapp fühlt oder sogar leichtes Fieber bekommt. „Eine gewisse Reaktion ist normal“, sagt Löscher. „Das ist ein Zeichen für die Aktivierung der Abwehrkräfte.“ Die Beschwerden sollten aber nach zwei bis drei Tagen wieder abklingen.

Probleme können auch Allergiker bekommen, auch wenn sie bislang nichts von ihrer Allergie wussten: Denn die Basis des Grippe-Impfstoffs sind Hühnereier. Dann können etwa starke Schwellungen oder Rötungen, Quaddeln oder leichtes Fieber auftreten. Im Extremfall kann es sogar zu einem Allergie-Schock kommen. Für Allergiker gibt es deshalb einen speziellen Impfstoff ohne Hühnerei.

(dpa, jto)

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