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Happy Food Lebensmittel, die glücklich machen

Glück kann man essen. Zumindest gibt es Lebensmittel, die nachweislich unsere Stimmung aufhellen. Nicht nur der Evergreen Schokolade sorgt für gute Laune, auch Bananen, Fisch und Nudeln fördern die Lebenszufriedenheit.

10.09.2014 16:13
Schokolade gilt als Evergreen unter den Stimmungsaufhellern, gerne angewendet bei Liebeskummer, in Lernphasen und sonstigen stressigen Situationen, also eigentlich ständig. Foto: picture alliance / dpa-tmn

Was gibt es Schöneres, als etwas Leckeres zu essen - und ganz nebenbei glücklich zu werden? Mit einigen Lebensmitteln können wir uns tatsächlich ein bisschen zufriedener „dopen“: Sie heben erwiesenermaßen unsere Stimmung. So soll nicht nur unser Liebling Schokolade die Laune bessern. Auch Nudeln, Bananen und Fisch können unsere Stimmungslage positiv beeinflussen.

Wir stellen die Essens-Glücksbringer vor:

1. Ananas, Bananen und Pflaumen

Ananas, Bananen und Pflaumen sind die Serotonin-Stars unter den Früchten. Sie sind süß, trotzdem gesund und machen glücklich: Die Früchte enthalten einen besonders hohen Wert an Tryptophan. Die Aminosäure hilft dabei den oftmals als Glückshormon bezeichneten Botenstoff Serotonin zu bilden.

2. Trockenfrüchte

Auch Trockenfrüchte, beispielsweise Datteln und Feigen, eignen sich gut, um die Stimmung zu heben. Neben Tryptophan enthalten sie auch viel Magnesium, das uns resistenter gegen Stress macht.

3. Schokolade

Schokolade gilt als Evergreen unter den Stimmungsaufhellern, gerne angewendet bei Liebeskummer, in Lernphasen und sonstigen stressigen Situationen, also eigentlich ständig. Experten gehen hier auch von einem Belohnungseffekt aus, der durch die Süßigkeit erreicht werde. Außerdem enthalten auch Schokoprodukte Tryptophan, das bei der Serotonin-Produktion hilft.

Allerdings scheint nicht möglich, so große Mengen an Schokolade oder Bananen zu essen, dass wir unsere Stimmung dauerhaft positiv zu beeinflussen könnten, wie der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung schreibt. Wer seine Laune langfristig heben will, sollte also nicht nur auf ein gelegentliches Doping mit Obst oder Schokoriegeln setzen, sondern seine Ernährung dauerhaft umstellen - und insbesondere auf Kohlenhydrate setzen.

4. Nudeln, Kartoffeln, Brot und Reis

Immer mehr Studien weisen darauf hin, so der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung, dass eine eiweißarme und zugleich kohlenhydratreiche Menschen langfristig zufriedener und ausgeglichener machen kann. Demnach lassen uns die in Nudeln, Kartoffeln, Brot, und Reis enthaltenen Kohlenhydrate besser mit Stress umgehen.

Schon Ende der neunziger Jahre habe der Psychologe Rob Markus mit einer Studie bewiesen, dass sehr sensible Menschen mit einer kohlenhydratreichen Ernährung stressresistenter werden - und der Wert des Stresshormons Cortisol auch in Belastungssituationen sinkt. Auch andere Untersuchungen belegen demnach, dass mit eiweißarmer Kost die Aufnahme des Glücksbausteins Tryptophan besser klappt. Bei Essen mit viel Eiweiß werde die Aminosäure dagegen sogar ausgebremst.

Am besten setzt man dabei auf Vollkornprodukte, die den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen lassen. Tryptophan wird so über einen längeren Zeitraum freigesetzt.

5. Fisch

Wichtig ist bei der Variante „kohlenhydratreiche und eiweißarme Kost“: Die herabgesetzte Eiweißzufuhr sollte überwiegend durch Fisch abgedeckt werden, so der Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung. Fisch wird eine Depressionen vorbeugende und lindernde Wirkung nachgesagt. Das sollen zumindest Studien der amerikanischen Gesundheitsbehörde „National Institutes of Health“ belegen: Je mehr Fisch in einem Land verzehrt wird, desto seltener werden dort demzufolge Depressionen festgestellt.

Eine finnische Studie unterstützt diese These: Probanden, die seltener als einmal pro Woche Fisch aßen, hatten demnach ein 31 Prozent höheres Erkrankungsrisiko als diejenigen, die häufiger Fisch verzehrten. Die Forscher nehmen an, dass die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren für die Unterschiede verantwortlich sein könnten. Ähnlich wie einige Antidepressiva könnten sie in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Und: Ein niedriger Blutspiegel von Omega-3-Fettsäuren führe zu einem Mangel an dem Glücksbotenstoff Serotonin.

6. Chili, Peperoni und Pfeffer

Auch Schärfe und Schmerz können Glück erzeugen: So werden durch den Schmerzreiz, den scharfes Essen verursacht, auch Endorphine ausgeschüttet- also Hormone, die glücklich machen. Die durch Chili, Peperoni und Pfeffer ausgelösten Glückshormone betäuben nicht nur den Schmerz, sie lassen uns auch entspannen und bessern so die Laune.

7. Kaffee und schwarzer Tee

Es ist kein Zufall, dass wir morgens gerne Kaffee und schwarzen Tee trinken. Koffein „belebt“: Es stimuliert diverse Stoffwechselfunktionen und regt etwa das Zentrale Nervensystem und die Herztätigkeit an. Es macht wacher, erhöht die Aufmerksamkeit - und hebt unsere Stimmung. Allerdings: Bei Vieltrinkern setzt irgendwann der Gewöhnungseffekt ein. (rer)

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