Lade Inhalte...

Gesundheit Die meisten Kinder leiden an Vitamin-D-Mangel

Eine Studie kommt zum Ergebnis, dass sich niedrige Werte auch auf die emotionale Entwicklung auswirken können.

Kleinkind steht barfuss auf einer Wiese
Vitamin D kann unser Körper zwar selbst herstellen, braucht dazu aber Sonnenlicht. Foto: imago

Die meisten Kinder und Jugendlichen leiden hierzulande unter einem Mangel an Vitamin D. Das hat die bisher größte Kinder- und Jugend-Gesundheitsuntersuchung in Deutschland ergeben, für die mehr als 15 000 Mädchen und Jungen Blutproben entnommen und vom Robert Koch-Institut analysiert wurden. Demnach wiesen 63 Prozent „mehr oder weniger erniedrigte Werte“ auf, teilt die Stiftung Kindergesundheit mit.

Besonders häufig hätten sich niedrige Vitamin-D-Werte gefunden „bei Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund, mit niedrigem Sozialstatus, in inkompletten Familien und Pflegeheimen, bei Kindern und Jugendlichen, die nur selten am Sport teilnahmen oder nur wenig im Freien spielten und bei Kindern und Jugendlichen mit einem ausgeprägten Fernseh- und Medienkonsum. 

Vitamin D wird in unserem Körper selbst hergestellt, doch dazu benötigt dieser das Sonnenlicht. Auch über die Nahrung – gut sind vor allem fette Fische wie Lachs oder Hering – kann Vitamin D zugeführt werden, allerdings nicht in ausreichendem Maße. Vitamin D ist unter anderem wichtig für den Stoffwechsel, für die Knochen und die Muskelkraft. 

Verstärkt bedroht von einem Mangel sind in unseren Breiten Kinder und Jugendliche mit dunklerer Hautfarbe, denn die UVB-Strahlen werden durch das dunkle Pigment stärker abgehalten, wodurch in der Haut nicht genügend Vitamin D gebildet werden kann.

Bemerkenswerte Zusammenhänge zeigte die Studie auch zwischen dem Vitamin D-Spiegel und der Entwicklung, dem Verhalten und der Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen auf. So soll bei den 14- bis 18-Jährigen das Risiko, wegen emotionaler Entwicklungs- und Verhaltensprobleme behandelt zu werden, um fast das Fünffache erhöht sein, wenn der Vitamin-D-Wert sehr niedrig ist. Jugendliche mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln beurteilten ihre eigene Lebensqualität insgesamt schlechter als Altersgenossen mit normalen Werten. 

Eine besondere Empfehlung gab die Stiftung Kindergesundheit für Babys heraus. Sie sollten ab der ersten Lebenswoche bis zum zweiten erlebten Frühsommer zusätzlich zur Muttermilch oder zur Babynahrung Tabletten oder Tropfen mit täglich 400 bis 500 Einheiten Vitamin D3 ärztlich verordnet bekommen, heißt es. Denn die zarte Haut der Kinder sollte in diesem Alter noch nicht der Sonne ausgesetzt werden. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen