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Kohl kann fast alles Rezeptideen für Brokkoli bis Romanesco

Leichte Suppen, erfrischende Salate oder ein kalorienarmer Pizzateig: Blumenkohl, Brokkoli und Romanesco eignen sich perfekt dafür. Obwohl die Kohlsorten eng verwandt sind, lässt sich jede auf eigene Art zubereiten.

22.08.2018 10:58
Von Julia Felicitas Allmann, dpa
Romanesco
Romanesco ist eine besondere Zuchtform des Blumenkohls. Er macht vor allem optisch etwas her. Foto: Christin Klose

Früher galten sie als winterliche Beilage zu Schnitzel und Kartoffeln. Heute findet man Blumenkohl, Brokkoli und Romanesco das ganze Jahr über in der Küche.

Mit der richtigen Zubereitung und den passenden Gewürzen bleibt das Gemüse knackig und schmeckt auch mal ganz anders als gewohnt.

Was haben Blumenkohl, Brokkoli und Romanesco gemeinsam?

Alle drei Kohlarten sind eng miteinander verwandt und gehören zur Familie der Kreuzblütler. Romanesco ist eine besonders dekorative Zuchtform des Blumenkohls. Unterschiede gibt es vor allem beim Anbau: „Blumenkohl darf möglichst keine Sonne abbekommen, Romanesco braucht davon besonders viel“, sagt Birger Exner vom Gemüseproduzent Behr.

Eine Gemeinsamkeit der verschiedenen Arten: Bei Hobbyköchen und Foodbloggern liegen sie gerade im Trend. „Durch die steigende Anzahl von Veggie-Fans und Ernährungstrends wie Low Carb rückt Gemüse wieder in den Vordergrund“, sagt die Foodbloggerin Aileen Kapitza.

Was macht Kohl so gesund?

Ob Blumenkohl, Brokkoli oder Romanesco: Mit jeder Portion landet eine große Ladung Nährstoffe auf dem Teller - und das zu besten Konditionen. „Kohl ist nicht nur preiswert und das ganze Jahr über zu kaufen. Er ist vor allem sehr gesund“, sagt die Buchautorin Cornelia Haller. Kohl enthält verschiedene Vitamine - unter anderem Vitamin C in hoher Konzentration - und wirkt entzündungshemmend.

Was ist bei Einkauf und Lagerung wichtig?

Am besten kauft man regionalen Kohl, wenn er gerade Saison hat: „Frisch aus Deutschland gibt es Blumenkohl und Brokkoli von Juni bis November. Romanesco hat in Deutschland in den warmen Sommermonaten Saison“, sagt Birger Exner.

Die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse rät, bei Blumenkohl auf feste und geschlossene Köpfe zu achten. Der Strunk sollte saftig sein und der weiße Kopf keine Flecken aufweisen. Brokkoli sollte eine intensive grüne Farbe und fest geschlossene Blüten haben. Bei Romanesco ist es wichtig, dass die Blätter knackig-grün und die einzelnen Röschen gleichmäßig gefärbt und ohne Flecken sind.

Wie bereitet man Kohl mal anders zu?

„Im Sommer kann man aus allen Kohlsorten frische, gesunde Salate zubereiten oder auch leichte Suppen“, sagt Haller. Sie empfiehlt einen Romanesco-Salat mit Radieschen, für den die Romanesco-Röschen zunächst blanchiert und dann kurz gedünstet werden. Anschließend ergeben sie mit frischen Radieschen, einem leichten Dressing aus Olivenöl, Zitronen- und Orangensaft sowie Salz und Pfeffer einen sommerlichen Salat.

Blumenkohl lässt sich in sommerlichen Gerichten gut als Alternative zu Couscous, Reis oder Bulgur verwenden. Und auch auf dem Grill kann Kohl zum Einsatz kommen: „In Scheiben geschnitten, mit Sojasoße, Sesamöl, Paprika und Ahornsirup mariniert, paniert und mit Joghurt- oder Erdnusssoße serviert, lässt sich Brokkoli auch wunderbar grillen und stellt so manches Steak in den Schatten“, sagt Kapitza.

Literatur:

Cornelia Haller: Kohl, Kraut & Brokkoli, Edition Raetia, 180 S., Euro 17,90. ISBN-13: 9878872836071

(Von Julia Felicitas Allmann, dpa)

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