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Genmais 1507 Merkel schadet den Verbrauchern

Bundeskanzlerin Merkel lässt die Zulassung von Genmais der Sorte 1507 passieren. Damit missachtet sie das Votum ihrer eigenen Wähler.

Demonstration gegen die geplante Zulassung der umstrittenen Genmaissorte 1507 vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Foto: epd

Es verwundert sehr, dass Kanzlerin Angela Merkel angesichts der heftigen Gegenwehr, auf die hierzulande die grüne Gentechnik stößt, eine dermaßen verbraucherfeindliche Entscheidung wie die Zulassung von Genmais der Sorte 1507 auf EU-Ebene passieren lässt. Damit missachtet sie das Votum vieler ihrer eigenen Wähler.

Schon aus dem Koalitionsvertrag ließen die Anhänger der Agrarindustrie in der CDU entsprechende Passagen gegen den Willen von SPD und CSU streichen. Womit aber auch deren Verhandlungsführer wenig Sensibilität für dieses brennende Thema offenbarten.

Nun wird 1507 zum Präzedenzfall. Seine Zulassung durchbricht den aus guten Gründen herrschenden Stillstand in der Gentechnikpolitik der EU. Als Nächstes kommt vermutlich gentechnisch modifizierte Soja auf die europäischen Felder.

Und wozu das Ganze? Die grüne Gentechnik hat in ihrer 20-jährigen Geschichte nicht beweisen können, dass sie auch nur annähernd imstande wäre, wenigstens eine drängende Frage zu lösen.

Sie bekämpft den Hunger nicht, sie verringert nicht einmal den Pestizid-Verbrauch, sondern füllt allein die Kassen der Agrarindustrie, schmälert die Sorten- und gefährdet die Artenvielfalt auf dem Acker, und sie schafft obendrein menschliches Leid in den Agrarwüsten Südamerikas. Das übersieht die Kanzlerin.

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