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Ernährung Unsere tägliche Wurst

Es kann nicht mehr Tierwohl geben, ohne das Fleisch erheblich teurer zu machen. Ein Kommentar.

Fleisch
Ein Tier ist ein Lebewesen, das vergessen viele bei 1,99 Euro für ein Pfund Schweinehack, und verdient eine artgerechte Behandlung. Gerade wenn man vorhat, es zu essen. Foto: afp

Julia Klöckner ringt mit dem Tierwohl. Ein Gesetz sei vorbereitet, „spannend“ nennt es die Landwirtschaftsministerin, einigen ginge es zu weit, anderen nicht weit genug, aber eines sei sicher: Man wolle nicht, dass das Fleisch teurer wird und es sich nicht mehr jeder leisten kann. 

28 Prozent der Deutschen essen laut Ernährungsreport 2019 täglich Fleisch. Das ist mehr als jeder vierte. Klöckner scheint das mit ihrer Politik beibehalten zu wollen. Sollte es wirklich das Ziel der Ernährungspolitik sein, ungesunde, umweltzerstörende und Leiden schaffende Essgewohnheiten zu unterstützen? Ein Tier ist ein Lebewesen, das vergessen viele bei 1,99 Euro für ein Pfund Schweinehack, und verdient eine artgerechte Behandlung. Gerade wenn man vorhat, es zu essen.

70 Prozent der Befragten wünschen sich eine artgerechte Tierhaltung, aber nur acht Prozent sind auch bereit, mehr als zehn Euro mehr pro Kilo Fleisch zu bezahlen.     

Klöckner versucht sich hier an einem Mittelweg, der nicht möglich ist. Es kann nicht mehr Tierwohl geben, ohne das Fleisch erheblich teurer zu machen. Damit müssen die dauerfleischessenden Deutschen und Klöckner, der die Lebensmittelindustrie im Nacken sitzt und ihr alle Ideen zum Tierwohl ausredet, leben. Fleisch sollte etwas Besonderes sein. Keine billige Alltäglichkeit. 

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