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Ansteckung, Dauer Was man über die Grippe-Welle wissen muss

Wie kann ich mich vor der Grippe schützen? Wann ist eine Impfung sinnvoll? Habe ich tatsächlich eine Grippe oder doch nur eine Erkältung? Und: Wann sollte ich auf jeden Fall zum Arzt gehen? Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Grippe-Welle

23.02.2015 15:42
Gesundheit! Die Grippe-Welle rollt wieder. Foto: dpa

Was unterscheidet eine Grippe von einer Erkältung?

Erkältungen beginnen in der Regel schleichend, während eine „echte“ Grippe uns mit einem abrupten und heftigen Krankheitsbeginn regelrecht „überfällt“. Typisch sind Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber und trockener Husten, wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite grippeweb.de informiert. Eine Grippe ist eine „ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Erkrankung“, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).

Bei einer Erkältung steigt die Körpertemperatur dagegen nur langsam und leicht an und uns plagt in erster Linie der Schnupfen. Hinzu kommt: Die „echte“ Grippe oder auch Influenza wird durch ein ganz spezielles Virus ausgelöst: Das Influenzavirus. Erkältungen werden dagegen durch ganz verschiedene Atemwegsviren verursacht. Sie ereilen uns meist im Herbst und Winter, während das Influenzavirus sich hauptsächlich in den Wintermonaten herumtreibt. Und: Gegen die Influenza kann man sich impfen lassen, gegen eine Erkältung jedoch nicht.

Wie ansteckend ist die Grippe?

„Grippe ist sehr ansteckend“, warnt die BzgA. Infizierte können sogar schon am Tag vor Beginn der Symptome ansteckend sein - und bis eine Woche nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen. Es gilt - wie bei der Erkältung - das Prinzip der „Tröpfcheninfektion“: Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen mit dem Virus versetzte Tröpfchen in die Luft - und werden eingeatmet. Die Erreger können sich aber auch an Türgriffen und Treppengeländern festsetzen und über die Hände weiter gegeben werden. Wer danach Augen, Nase oder Mund berührt, macht es den Viren leicht, über die Schleimhäute in den Körper einzudringen.

Wie vermeide ich eine Ansteckung?

Gegen die Grippe kann man sich impfen lassen, laut BzgA ist das „der beste Schutz“ gegen die Influenza. Der Impfstoff wird jedes Jahr wieder überprüft, weil sich das Influenzavirus ständig verändert. Daher sollte man die Impfung auch jedes Jahr wiederholen, am besten im Herbst. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Menschen, die besonders gefährdet sind. Demnach sollten sich etwa Kranke, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und Menschen ab 60 Jahren impfen lassen.

Ansonsten ist gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife das oberste Gebot, um sich vor einer Infektion zu schützen. Außerdem gilt: Nicht ins Gesicht fassen und Händeschütteln möglichst vermeiden.

Wie lange dauert eine Grippe?

Die Beschwerden lassen nach einer Ansteckung nicht lange auf sich warten, sie machen sich laut BzgA nach ein bis zwei Tagen bemerkbar. Demzufolge macht eine Grippe mit ihren unliebsamen Begleiterscheinungen uns bei einem unkomplizierten Verlauf etwa fünf bis sieben Tage zu schaffen. Dabei ist der Verlauf nicht immer gleich: Eine Erkrankung kann auch nur leichte oder sogar keine Beschwerden auslösen. Allerdings: In schweren Fällen kann sie auch zum Tod führen, wie die BzgA warnt. Zu den häufigsten Komplikationen, die mit einer Grippe einhergehen, gehören demzufolge Lungenentzündungen.

Die Grippebeschwerden sind da - was tun?

Laut BzgA werden bei einer Grippe in der Regel nur die Beschwerden behandelt - also Medikamente gegen Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen eingenommen. Betroffene sollten in jedem Fall im Bett bleiben und sich erholen, das Krankenzimmer sollte am besten regelmäßig gelüftet werden. Gerade von Schwangeren, Kleinkindern und chronisch Kranken sollten sich Influenza-Erkrankte fernhalten. Wenn bei besonders gefährdeten Menschen ein schwerer Verlauf droht, kann ein Arzt aber auch spezielle Präparate verschreiben, die am besten 48 Stunden nach Erkrankungsbeginn eingenommen werden sollten. Allerdings: Antibiotika sind bei Virus-Infektionen vollkommen nutzlos.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Wenn starke Symptome auftreten oder sich die Krankheitszeichen erneut verschlimmern, sollte man nach Angaben der BzgA einen Arzt aufsuchen. Gerade kleine Kinder und chronisch Kranke können demzufolge so schwer erkranken, dass sie ein Arzt untersuchen sollte. (rer)

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