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Forschung Super-Parfum soll Partnersuche vereinfachen

Gibt es bald personifizierte Parfums, die genau das an unserem Geruch betonen, was potenzielle Partner an uns mögen? Die Grundlagen dafür sind jedenfalls gelegt, sagen Forscher. Sie glauben, dass der Weg zum synthetischen Super-Parfum damit frei ist.

23.01.2013 12:52
Es ist nicht das Kleid. Sie ist bloß Erfüllungsgehilfin der immungenetischen Gesetzmäßigkeiten. Foto: imago stock&people

Die Forscher von den Max-Planck-Instituten für Immunbiologie und Evolutionsbiologie haben sozusagen den Geruchscode für die Partnerwahl geknackt. Sie haben dazu die Erkenntnis genutzt, dass der persönliche Körpergeruch eines Menschen entscheidend für die Partnerwahl ist. Denn Frauen bevorzugen den Geruch von Männern, die andere Immungene besitzen als sie.

Das dient aus evolutionsbiologischer Perspektive dazu, gemeinsame Nachkommen so gut wie möglich vor Krankheitserregern zu wappnen. Zu dieser Erkenntnis hatten die deutschen Max-Planck-Forscher die letzten zehn Jahre hindurch geforscht und damit selbst einen bedeutenden Beitrag zum Wissen über Geruch und Partnerwahl geleistet.

Über unser Parfum bestimmt die Immungenetik

„Wir erfassen unbewusst, wie die eigene Immunabwehr beschaffen ist, und können die eines potenziellen Partners am Geruch erkennen", erklärte Manfred Milinski vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie aus Plön in Schleswig-Holstein.

Mit dieser Erkenntnis glauben die Forscher nun, sei es möglich eine Art synthetisches Super-Parfum herzustellen, mit dem wir auf immungenetisch passende Partner unwiderstehlich wirken. In weiteren Experimenten konnte der Biologe Milinski tatsächlich zeigen, dass Frauen und Männer in der Parfümerie die Düfte so auswählen, dass sie das eigene immungenetische Geruchssignal verstärken. Mit diesen Erkenntnissen könnten nun neuartige Parfüms hergestellt werden, die über die Verstärkung des Körpergeruchs potenziellen Partnern das Repertoire der eigenen Immungene besser signalisieren.

Weiterer Vorzug: Natürliche Bestandteile wie das Ambra aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen haben eine allergene Wirkung und könnten bei der Parfumherstellung ersetzt werden. (mit dpa)

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