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Corona-Impfstoff von Moderna: Zweites mRNA-Vakzin im Kampf gegen das Coronavirus

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Von: Tanja Banner

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Der zweite mRNA-Impfstoff gegen Corona, der in der EU zugelassen wurde, ist der Corona-Impfstoff von Moderna. Hier erfahren Sie alle Details.

Er ist einer der Hoffnungsbringer in der Corona-Krise: der Corona-Impfstoff des Biotechnologieunternehmens Moderna aus den USA. Der sogenannte mRNA-Impfstoff von Moderna ist das zweite Präparat zur Impfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2, das in der Europäischen Union zugelassen wurde. Zuerst wurde am 21. Dezember 2020 ein Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen – dabei handelt es sich ebenfalls um einen mRNA-Impfstoff.

Nach Studien zur Wirksamkeit des Moderna-Impfstoffs in den USA schätzten Expert:innen die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs auf 60 bis 70 Prozent nach der Erstimpfung und 80 bis 90 Prozent nach der Zweitimpfung ein. Schwere Nebenwirkungen sind in den Studien nach Informationen des Herstellers nicht aufgetreten. Später veröffentlichte Studienergebnisse, die im „New England Journal of Medicine“ erschienen, zeigten eine Gesamtwirksamkeit von 94,1 Prozent hat. Bei Menschen über 64 Jahren wurde eine Wirksamkeit von 86,4 Prozent beobachtet, bei „Communities of Color“ lag die Wirksamkeit bei 97,5 Prozent. Alle beobachteten Fälle von schweren Covid-19-Verläufen wurden in der Placebo-Gruppe beobachtet.

Der Corona-Impfstoff von Moderna wird als zweites Präparat gegen das Coronavirus in der EU zugelassen.
Der Corona-Impfstoff von Moderna wird als zweites Präparat gegen das Coronavirus in der EU zugelassen. © Rogelio V. Solis/dpa

Corona-Impfstoff von Moderna: mRNA-Impfstoff mit Vor- und Nachteilen

Am 18. Dezember 2020 wurde der Corona-Impfstoff von Moderna in den USA zugelassen. In der EU begann am 1. Dezember 2020 ein so genanntes „Rolling Review“-Verfahren, bei dem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) nach und nach neue Dokumente und Daten überprüft, um die Zulassung schneller zu erreichen. Am 17. Dezember 2020 reichte Moderna die letzten Daten nach, woraufhin die EMA am 6. Januar 2021 die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs „zur Prävention von Covid-19 bei Menschen ab 18 Jahren“ empfahl und die EU-Kommission das Präparat offiziell zuließ.

Datum der Zulassung\tLand/Region
18.12.2020USA
23.12.2020Kanada
06.01.2021EU

mRNA-Impfstoffe im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2

mRNA-Impfstoffe wie die von Biontech/Pfizer und Moderna sind eine neuartige Technologie, die erstmals zum Einsatz kommt. Dabei wird quasi nur die „Bauanleitung“ für ein Fragment des Coronavirus geimpft. Das besteht aus Boten-Ribonukleinsäure – auf Englisch Messenger-RNA oder mRNA. Diese Informationen nutzen die Zellen rund um die Impf-Einstichstelle, um das Virusprotein herzustellen. Diesen Fremdkörper soll das Immunsystem anschließend als fremd erkennen und zerstören. Eine Gefahr, dass die mRNA ins menschliche Erbgut integriert wird und dieses verändern kann, sehen Expert:innen nicht.

Corona-Impfung: mRNA-Impfstoffe sind temperaturempfindlich

mRNA-Impfstoffe haben einen großen Vorteil: Sie können schneller produziert werden als konventionelle Impfstoffe. Doch es gibt auch einen gravierenden Nachteil: Sie müssen bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden, was die Auslieferung des Impfstoffs sehr aufwändig macht.

Genau wie der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist auch der mRNA-Impfstoff von Moderna temperaturempfindlich. Der Wirkstoff soll nach Unternehmensangaben bei -70 Grad Celsius transportiert werden. Der aus dem Wirkstoff gewonnene Impfstoff kann ein halbes Jahr bei -20 Grad Celsius gelagert werden. Bei 2 bis 8 Grad Celsius bleibt der Corona-Impfstoff von Moderna 30 Tage lang brauchbar.

Mittlerweile empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland, den Impfstoff von Moderna nur noch an Personen ab 30 Jahren zu verimpfen. Bei jüngeren Personen könnten in seltenen Fällen Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) auftreten. (Tanja Banner)

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