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Weltraumforschung Die Täler des Mars

Neue Aufnahmen vom Mars zeigen, dass unser roter Nachbarplanet vielleicht einmal von großen Gletschern bedeckt war.

18.01.2013 11:40
Alice Ahlers
Gletschereis formte wohl diese Landschaft auf dem Mars.

Neue Aufnahmen vom Mars zeigen, dass unser roter Nachbarplanet vielleicht einmal von großen Gletschern bedeckt war.

Gräben und Tälern winden sich über das Hochland des Mars. Manche ähneln den Tälern auf der Erde, die abfließendes Oberflächenwasser in den Grund gegraben hat. Forscher des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) versuchen, anhand von Aufnahmen des Orbiter Mars Express zu verstehen, wie die Topographie auf unserem Nachbarplaneten entstanden ist. Die neusten Aufnahmen haben sie jetzt veröffentlicht.

Reull Vallis ist ein Kanal, der sich über eine Länge von etwa 1500 Kilometern durch die Berge auf der Südhalbkugel des Mars erstreckt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass er zumindest teilweise durch fließendes Gletschereins entstanden ist. Das Tal wird von steil abfallenden Wänden begrenzt. Die Forscher schätzen sie auf 300 Meter Höhe. Die Oberfläche des Grunds zeigt ein auffallendes Muster, dass sie auf die Bewegungen eines Eisstroms zurückführen. Eventuell handelte es sich um einen Gletscher, auf dessen Oberfläche viel Geröll transportiert wurde, so die Forscher.

Geröll sammelt sich in Kratern

Ähnliche Strukturen wie im Talverlauf von Reull fanden sie auch in Einschlagskratern in der Umgebung des Tals. Die neuen Aufnahmen zeigen auch bis zu dreitausend Meter hohe Berge auf dem Mars. „Ganz offensichtlich wurden große Mengen an Material von den Bergflanken abgetragen und in tiefer liegende Regionen verfrachtet, wo es sich vorzugsweise in Einschlagskratern angesammelt hat“, berichtet das DLR.

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