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Supernova in M82 Hubble und Spitzer beobachten Supernova

Gut einen Monat nach ihrer Entdeckung wird die Supernova SN 2014J von allerhand Teleskopen genauestens unter die Lupe genommen. Auch Hubble und Spitzer schicken Aufnahmen zur Erde. Die Daten der beiden Weltraumteleskope sollen den Astronomen bei der Beantwortung einiger Fragen helfen.

Die Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt die Zigarren-Galaxie M82 und die Supernova am SN 2014J am 31. Januar 2014. Foto: NASA/ESA/A. Goobar/Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Am 21. Januar wurde die Supernova SN 2014J von Studenten in der Galaxie M82 entdeckt und kurz darauf bereits von mehreren Teleskopen in aller Welt unter die Lupe genommen. Auch die Weltraumteleskope Spitzer und Hubble wurden auf die Himmelserscheinung ausgerichtet und zeigen die Supernova auf Aufnahmen.

Am Tag der größten Helligkeit, am 31. Januar, entstand die Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble, die mit Bildern aus dem Jahr 2006 kombiniert wurde. Hubble lieferte neben der Aufnahme auch Daten, mit denen die Astronomen arbeiten können. So soll etwa die Umgebung der Supernova-Explosion untersucht werden. Außerdem wird erwartet, dass die Entfernungsmessung zu Supernovae der Kategorie Ia mit Hilfe der Daten verfeinert werden kann.

Einige Tage nach Hubble wurde auch das Weltraumteleskop Spitzer auf die Zigarren-Galaxie und die Supernova SN 2014J ausgerichtet. Im Infrarot-Licht, das Spitzer sieht, leuchtet die Supernova sehr hell, teilt die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Bisher war es noch nicht oft möglich, so kurz nach der Explosion Infrarotaufnahmen einer Supernova zu machen, daher erhofft sich die Nasa viel von den Daten, die Spitzer zur Erde geschickt hat: Man möchte mehr darüber lernen, wie die Explosionen entstehen.

Neben Hubble, Spitzer und zahlreichen Amateurastronomen weltweit sind noch weitere Nasa-Teleskope im Einsatz, um die Supernova SN 2014J möglichst umfassend zu beobachten: Das Röntgenteleskop Chandra ist dabei, das Nuclear Spectroscopic Telescope Array (NuSTAR), ein Gammastrahlen-Teleskop, das Teleskop Swift und das Infrarot-Teleskop SOFIA.

Supernova war eine Zufalls-Entdeckung

Entdeckt wurde die Supernova SN 2014J per Zufall: Studenten an der University of London konnten wegen schlechten Wetters nicht im Freien nach den Sternen schauen und wichen daher auf ein Teleskop aus, an dem sie den Umgang mit der am Teleskop montierten CCD-Kamera lernen sollten. Dazu suchten sie eine Galaxie aus, die von den Wolken noch nicht verdeckt war: die Galaxie M82.

Die Spiralgalaxie M82 kann im Sternbild "Großer Bär" schon mit kleinen Teleskopen und wenig Erfahrung im Sternegucken gefunden werden. Die "Zigarren-Galaxie" ist ein beliebtes Fotomotiv. Eine Supernova markiert den Tod eines Sterns durch eine gewaltige Explosion.

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