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SpaceX "Dragon" hat Probleme

Die erste "Dragon"-Raumkapsel schrieb im vergangenen Jahr Raumfahrtgeschichte. Beim zweiten Flug einer "Dragon"-Kapsel zur ISS kommt es zu technischen Problemen.

01.03.2013 18:58
Die "Falcon 9"-Rakete mit der "Dragon"-Kapsel startet ohne Probleme. Foto: REUTERS

Zur Internationalen Raumstation ISS ist erneut ein unbemannter Raumtransporter des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX aufgebrochen. Eine "Falcon 9"-Rakete startete am Freitag mit der Raumkapsel „Dragon“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, wie auf live übertragenen Bilder der NASA zu sehen war. „Dragon“ beliefert die ISS mit 544 Kilogramm Material, unter anderem Ausrüstung für 160 Experimente. Eine Tonne Material, darunter die Ergebnisse medizinischer Experimente, soll die Raumkapsel wieder mitnehmen.

Nach dem erfolgreichen Start ist der unbemannte Frachter allerdings auf technische Probleme gestoßen. Drei der vier Korrekturdüsen funktionierten nicht richtig, schrieb der Gründer der Betreiberfirma SpaceX, Elon Musk, am Freitag beim Online-Kurznachrichtendienst Twitter. Das Unternehmen bestätigte dies kurz darauf per Pressemitteilung. Bei der Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa hieß es, Mitarbeiter von Nasa und SpaceX arbeiteten daran, das Problem zu beheben. Ob das Problem mit den Korrekturdüsen die Mission gefährdet, war am Freitag zunächst unklar. SpaceX kündigte eine Pressekonferenz an, nannte allerdings zunächst keinen Zeitpunkt.

"Dragon" schrieb Raumfahrtgeschichte

Läuft alles wie geplant, soll "Dragon" am 25. März wieder auf der Erde landen. Der private Raumtransporter hatte im Mai vergangenen Jahres erfolgreich seinen ersten Testflug zur ISS absolviert. Im Oktober fand der erste Versorgungsflug statt - er schrieb als erste private Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte. Insgesamt zwölf dieser Versorgungsmissionen sind vorerst geplant. Die SpaceX-Raumkapsel ist zur Zeit die einzige Möglichkeit, Fracht von der ISS zur Erde zurückzubringen.

SpaceX gehört dem Milliardär Elon Musk, dem Mitbegründer des Internet-Bezahlsystems Paypal. In drei oder vier Jahren will SpaceX auch bemannte Missionen ins Weltall absolvieren. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der NASA wurde bereits abgeschlossen. (dpa/afp)

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