Lade Inhalte...

SpaceX Dragon Defekte Strebe löste Explosion aus

Eine Strebe, die während des Starts gebrochen ist, hat wohl die Explosion der unbemannten Trägerrakete "Falcon" von SpaceX ausgelöst. Der nächste Start einer "Falcon" soll nicht vor September stattfinden, dann werden die Streben nicht mehr an Bord sein.

21.07.2015 10:04
Die "Falcon"-Trägerrakete von SpaceX explodiert kurz nach dem Start in der Luft. Foto: AFP

Die Explosion einer unbemannten SpaceX-Trägerrakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS vor knapp zwei Wochen wurde laut einer vorläufigen Untersuchung durch eine defekte Strebe ausgelöst. Die Strebe sei während des Flugs gebrochen, wodurch sich eine Heliumflasche in der Rakete gelöst habe, sagte SpaceX-Chef Elon Musk am Montag bei der Vorstellung der vorläufigen Ergebnisse einer mehrwöchigen Untersuchung in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Heliumflasche sei dann mit hoher Geschwindigkeit auf den Tank der Rakete geprallt.

Die rund 60 Zentimeter lange und 2,5 Zentimeter dicke Strebe hatte SpaceX den Angaben zufolge von einem externen Zulieferer erhalten. Diese Streben würden nun nicht mehr verwendet, sagte Musk. Außerdem sollten vor künftigen Raketenstarts alle Streben einzeln untersucht werden.

Musk zeigte sich überzeugt, dass die schwerwiegende Panne keine Auswirkungen auf das Unternehmensziel habe, in den kommenden zwei Jahren Astronauten an Bord der Raumkapsel "Dragon" zu befördern. Der Konzernchef verwies darauf, dass SpaceX bis zu dem Unglück Ende Juni sieben Jahre lang unfallfrei geflogen sei. Möglicherweise sei SpaceX dadurch "ein bisschen selbstgefällig" geworden und die Explosion der Rakete sei eine "wichtige Lektion" für sein Unternehmen. Die SpaceX-Trägerrakete vom Typ Falcon 9 soll laut Musk nicht vor September erneut starten.

Eine Rakete dieses Typs war am 28.Juni nur zwei Minuten nach ihrem Start von Cape Canaveral in Florida explodiert. Mit ihr wurde eine "Dragon"-Raumkapsel mit 1,8 Tonnen Fracht für die ISS zerstört. Der US-Raumfahrtbehörde Nasa ging dadurch Ausrüstung im Wert von 110 Millionen Dollar (101,5 Millionen Euro) verloren. (afp)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen