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Sojus ISS Sojus bringt Astronauten sicher zur Erde

Nach 199 Tagen im All landen drei Astronauten - unter ihnen die neue Rekordhalterin Samantha Cristoforetti - sicher in Kasachstan. Auf der ISS bleiben unter anderem zwei Astronauten zurück, die ein ganzes Jahr im All bleiben sollen.

Die Sojus ist gelandet. Foto: REUTERS

Nach 199 Tagen im All sind drei Astronauten wieder sicher auf der Erde gelandet. Um 15:44 Uhr am Donnerstagnachmittag - kurz vor Sonnenuntergang an der Landestelle in der Nähe der kasachischen Stadt Schesqasghan - landete die russische Sojus-Kapsel auf der Erde, abgebremst von einem Landefallschirm.

Ursprünglich sollten die italienische ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti, der Russe Anton Schkaplerow und der US-Amerikaner Terry Virts bereits am 14. Mai die Internationale Raumstation ISS verlassen und zur Erde zurückkehren, doch nach Problemen mit einem russischen "Progress"-Raumtransporter im Mai wurde die Rückreise an Bord der russischen Sojus-Raumkapsel verschoben.

Wegen dieser Verschiebung ist Cristoforetti nun neue Rekordhalterin für Langzeitflüge von Frauen im Weltall. Am 23. November 2014 war Cristoforetti mit ihren beiden Kollegen vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet. An Bord der Internationalen Raumstation absolvierten die Astronauten wissenschaftliche Experimente, Cristoforetti schickte auch Videos zur Erde, in denen sie beispielsweise erklärte, wie man in der Schwerelosigkeit der ISS die Toilette benutzt oder was es an Bord der ISS zu essen gibt.

Während Cristoforetti, Virts und Schkaplerow sich nach 199 Tagen in der Schwerelosigkeit wieder an die Schwerkraft gewöhnen müssen - ihre Muskeln sind geschwächt und auch ihr Orientierungssinn kann gestört sein - , bleiben drei Astronauten an Bord der ISS zurück: Die beiden Russen Gennady Padalka, Mikhail Kornienko und der US-Amerikaner Scott Kelly halten die Stellung. Kornienko und Kelly werden ein komplettes Jahr an Bord der ISS bleiben, Scott Kelly ist dabei Teil einer Zwillingsstudie, an der auch sein eineiiger Zwilling, der ehemalige Nasa-Astronaut Mark Kelly teilnimmt.

Bereits in den nächsten Wochen werden die drei zurückgebliebenen Astronauten wieder Unterstützung an Bord der ISS bekommen: Der nächste bemannte Start einer Sojus vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan soll im Juli stattfinden. An Bord wird neben dem Russen Oleg Kononenko und dem Amerikaner Kjell Lindgren der Japaner Kimiya Yui sein.

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