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Rosetta Philae Komet Wo steckt "Philae"?

Seit gut einem Monat befindet sich der Landeroboter "Philae" auf der Oberfläche eines Kometen, der sich auf die Sonne zubewegt. Doch wo genau "Philae" gelandet ist, ist immer noch unklar. Nur eins steht fest: Die Sonde muss von Erhebungen umgeben sein, die das Sonnenlicht blockieren.

"Philae" liegt höchstwahrscheinlich zwischen mehreren Erhebungen auf der Oberfläche des Kometen. Das topographische Modell zeigt die ungefähre Lage. Foto: ESA/Rosetta/Philae/CNES/FD

Vor gut einem Monat setzte die europäische Raumsonde "Rosetta" das Landegerät "Philae" auf dem Kometen mit dem komplizierten Namen "67P/Tschurjumow-Gerasimenko" ab. Nach mehreren Hüpfern landete "Philae" an einer anderen Stelle, als geplant war. Weniger Sonnenlicht als erhofft erreichte die Sonde dort, weshalb sie nach dem Erschöpfen der mitgebrachten Batterie nicht genügend Sonnenenergie bekam und sich abschaltete.

Während das Landegerät auf mehr Sonnenlicht wartet, umkreist die Muttersonde "Rosetta" weiter den Kometen, um ihn zu erforschen und um "Philae" aufzuspüren. Denn wo genau die Sonde gelandet ist, ist immer noch unklar. Fest steht, dass sie zwischen Erhebungen auf der Kometenoberfläche gelandet sein muss, darauf deutet die geringe Sonneneinstrahlung hin. Auch ein Bild, das "Philae" vor dem Abschalten über "Rosetta" zur Erde geschickt hat und das die europäische Raumfahrtorganisation ESA veröffentlicht hat, bestätigt diese Theorie.

Die Aufnahme des Instruments CIVA (Comet Infrared and Visible Analyser) zeigt einen Felsen, den die Forscher "Perihelion Cliff" genannt haben. Er könnte mit Schuld daran haben, dass "Philae" im Schatten liegt und zu wenig Sonne abbekommt. Ein topographisches Modell zeigt, in welcher Umgebung "Philae" in etwa zum Stillstand gekommen sein könnte. Wo genau sich die Gegend befindet, ist allerdings noch unklar.

Der Komet "67P/Tschurjumow-Gerasimenko" nähert sich mit rasender Geschwindigkeit der Sonne, im August 2015 soll er der Sonne am nächsten kommen und das sogenannte "Perihel" seiner Umlaufbahn um die Sonne erreichen. Die Forscher, die sich mit "Rosetta" und "Philae" beschäftigen hoffen darauf, dass "Philae" im Laufe der Annäherung an die Sonne wieder mehr Sonnenenergie bekommt und die Arbeit wieder aufnehmen kann. Zwar konnte die Sonde vor dem Abschalten die geplanten Experimente durchführen und die Daten zur Erde schicken, doch "Philae" ist die erste Sonde, die auf einem Kometen gelandet ist - weitere Daten wären daher von größtem Interesse für die Forschung.

Doch unabhängig davon, wie es mit "Philae" weitergeht: "Rosetta" wird weiter Daten liefern. Nach dem Absetzen der kleinen Landesonde begleitet "Rosetta" den Kometen bei seiner Reise zur Sonne und beobachtet, was passiert, wenn das Eis, aus dem der Komet besteht durch die Hitze der Sonne zu schmelzen beginnt.

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