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Rosetta Philae Komet "Rosetta" schickt Nahaufnahmen

Die Raumsonde "Rosetta" nähert sich dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko bis auf sechs Kilometer und schickt erste Nahaufnahmen zur Erde. Die Bilder zeigen Details der Kometenoberfläche, doch die spannendste Frage können sie nicht beantworten: Wo steckt eigentlich "Philae"?

Aus 31,6 Kilometern Höhe hat Rosetta diese vier Mosaikbilder aufgenommen. Foto: ESA/Rosetta/NavCam

Die europäische Raumsonde "Rosetta" hat sich am vergangenen Samstag dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko bis auf sechs Kilometer genähert. Bei dieser Gelegenheit sollten die aktivsten Regionen des Kometen, der sich derzeit auf die Sonne zubewegt, genauer untersucht werden. Nun veröffentlicht die europäische Raumfahrtorganisation ESA vier Bilder der "Rosetta"-Navigationskamera. Sie zeigen die Kometenoberfläche aus einer Höhe von 35 Kilometern, 31,6 Kilometern, 12,6 Kilometer und 8,9 Kilometern.

Während auf den Aufnahmen Details der Oberfläche gut zu erkennen sind, wird man die auf dem Kometen verschollene Raumsonde "Philae" darauf wohl vergeblich suchen: Das Flugmanöver führte "Rosetta" nicht über die Region, in der "Philae" vermutet wird. Und auch künftig soll die Flugbahn "Rosettas" nicht geändert werden, um "Philae", der in den Tagen nach der spektakulären Landung auf dem Kometen die Energie ausgegangen ist, aufzuspüren. Nur die Ausrichtung der Kamera solle angepasst werden, wenn das Landegebiet von "Philae" in Sicht sei und die wissenschaftliche Arbeit dies gestatte, erklärte "Rosetta"-Projektwissenschaftler Matt Taylor vor dem Flugmanöver am Wochenende.

Ab Ende März sehen die "Philae"-Experten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln eine Chance, wieder mit "Philae" Kontakt aufzunehmen. Die größte Wahrscheinlichkeit bestehe allerdings im Mai, erklärte "Philae"-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. Um wieder Kontakt mit der Sonde herzustellen, benötigt die Sonde genügend Sonnenenergie. Wann sie auf ihrem Landeplatz, der nach wie vor unbekannt ist, ausreichend Sonne bekommt, ist unklar.

Während "Philae" sich nicht vom Fleck bewegen kann, entfernt sich "Rosetta" bereits wieder vom Kometen. Bis zu 255 Kilometer soll sich die Raumsonde von 67P/Tschurjumov-Gerasimenko wegbewegen. In Zukunft sind zwar noch weitere Annäherungen geplant, dann nähert sich "Rosetta" dem Kometen jedoch maximal bis auf zehn Kilometer. Da sich der Komet unaufhaltsam der Sonne nähert, wird es in seiner Umgebung immer gefährlicher für "Rosetta": Durch die Wärme der Sonne schmelzen Teile des Kometen, der Himmelskörper könnte beispielsweise Steine schleudern, die eine unkalkulierbare Gefahr für "Rosetta" darstellen würden.

Trotzdem soll "Rosetta" dranbleiben, den Kometen in sicherer Entfernung auf seiner Reise zum sonnennächsten Punkt ("Perihel") begleiten und erkunden, was mit dem Kometen passiert, wenn er sich erhitzt. Wacht auch "Philae" wieder auf, könnten die Wissenschaftler zudem Informationen aus nächster Nähe, direkt von der Oberfläche des Kometen erhalten.

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