Lade Inhalte...

Rosetta-Mission Raumfahrt Rosettas Zielkomet spuckt Gas und Staub

Der Zielkomet der europäischen Raumsonde "Rosetta" beginnt bereits in großer Entfernung von der Sonne, Gas und Staub zu spucken. Eine neue Aufnahme des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko deutet darauf hin.

10.03.2014 11:54
Die Raumsonde "Rosetta" hat während ihrer fast zehnjährigen Reise zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko unter anderem den Asteroiden Lutetia passiert (künstlerische Darstellung). Foto: ESA

Der Zielkomet der europäischen Weltraumsonde "Rosetta" hat offenbar schon in großer Entfernung von der Sonne begonnen, Gas und Staub zu spucken: Eine neue Aufnahme des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko deutet darauf hin, dass bereits jetzt Eis vom Kometen verdampft und eine sehr dünne Atmosphäre um den Kern bildet, wie des Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) am Montag in Göttingen mitteilte. Die Raumsonde "Rosetta" wird Tschurjumov-Gerasimenko nach zehnjähriger Reise durch das All im August erreichen und den Kometen bis Ende 2015 auf dessen Weg um die Sonne begleiten.

Tschurjumov-Gerasimenko war im Oktober von der Erde aus gesehen hinter der Sonne verschwunden und ist nun wieder sichtbar. In einer Aufnahme, die Forschern des MPS und der Europäischen Südsternwarte (ESO) am 28. Februar gelang, zeigt sich der 740 Millionen Kilometer entfernte Komet heller als ein inaktiver Kern allein erwarten ließe. "Das neue Bild spricht dafür, dass der Komet bereits in einer relativ großen Entfernung von der Sonne beginnt, Gas und Staub zu spucken", erklärte Colin Snodgrass vom MPS.

Spektakuläre ESA-Mission verfolgt Kometen

"Rosetta" ist eine der spektakulärsten Missionen in der Geschichte der europäischen Weltraumagentur ESA. Der europäische Kometenjäger soll im Sommer in eine Umlaufbahn um Tschurjumov-Gerasimenko einschwenken und später das Landegerät "Philae" auf dem Vier-Kilometer-Brocken aus Eis, gefrorenem Gas und Staub absetzen. Gemeinsam mit seinen irdischen Begleitern wird sich der Komet dann in den folgenden Monaten stetig weiter der Sonne nähern, um im August 2015 seinen sonnennächsten Punkt zu erreichen.

Dabei wird Tschurjumov-Gerasimenko durch die Sonnenwärme zunehmend aktiv. Was genau dabei auf dem Schweifstern passiert, sollen die Messgeräte von "Rosetta" und "Philae" aufzeichnen. Von der 2004 gestarteten ESA-Mission erwarten die Forscher Aufschlüsse über die Zusammensetzung von Kometen, die als Überbleibsel bei der Entstehung des Sonnensystems von 4,6 Milliarden Jahren gelten. (afp)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen