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Perseiden 2016 Bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde

Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden verspricht 2016 ein besonderes Himmelsspektakel. Bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde kann es in der Nacht auf den 12. August regnen. Doch ob man Sternschnuppen sehen kann, hängt vom Wetter ab

Mehr als hundert Sternschnuppen pro Stunde können aufmerksame Beobachter im August beobachten. Foto: REUTERS

Der August hat jedes Jahr ein ganz besonderes Highlight für Sternengucker zu bieten: die Perseiden. Bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde können aufmerksame Beobachter während des Perseiden-Maximums rund um den 12. August normalerweise beobachten. Doch das Jahr 2016 ist - zumindest was die Perseiden angeht - kein normales Jahr: Diesen Sommer rechnen Astronomen mit 150 bis 160 Sternschnuppen pro Stunde.

Die Sternschnuppen des Perseiden-Stroms entstehen, wenn sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch die Staubspur bewegt, die der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterlassen hat. Die Staubteilchen dringen mit einer Geschwindigkeit von fast 60 Kilometern pro Sekunde - das sind 216.000 Kilometer pro Stunde - in die Erdatmosphäre ein. Auf der Erde sind die leuchtenden Spuren als Sternschnuppen zu sehen. Die Anziehungskraft des Planeten Jupiter sorgt dafür, dass die Kometen-Staubspur in der Bahn der Erde in unregelmäßigen Abständen dichter ist - in der Folge darf man auf der Erde auf mehr Sternschnuppen hoffen. 150 bis 160 Sternschnuppen können es bei idealen Bedingungen abseits aller Lichtverschmutzung sein.

In Deutschland sind die Beobachtungsbedingungen in diesem Jahr nicht optimal: Das Perseiden-Maximum findet mitten am Tag - am 12. August zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr - statt, die Sternschnuppen werden aufgrund der Helligkeit nicht zu sehen sein. Doch das heißt nicht, dass Sternengucker in Europa 2016 leer ausgehen: Auch vor und nach dem eigentlichen Maximum sind in der Regel noch jede Menge Sternschnuppen zu sehen. Experten empfehlen, vor allem in der Nacht vom 11. auf den 12. August nach den Leuchtspuren am Himmel Ausschau zu halten.

Die ideale Beobachtungszeit beginnt bereits am späten Abend des 11. August, wenn der helle Mond gegen 23 Uhr untergeht und das Sternbild Perseus - der scheinbare Ausgangspunkt des Sternschnuppenregens - im Nordosten aufgegangen ist. In diese Richtung sollte man schauen, wenn man Sternschnuppen sehen will. Der scheinbare Ausgangspunkt der Sternschnuppen wandert im Laufe der Nacht am Himmel nach oben und gleichzeitig in Richtung Osten. Bevor Sternengucker sich den Wecker stellen, sollten sie jedoch noch einmal einen Blick auf den aktuellen Wetterbericht werfen: Meteorologen rechnen in großen Teilen Deutschlands mit Wolken und Regen.

Astronomen haben berechnet, dass die Erde am 12. August um 00.34 Uhr durch eine Staubspur des Kometen Swift-Tuttle fliegt, die der Komet im Jahr 1862 hinterlassen hat. Gegen 2.23 Uhr am 12. August wird eine zweite solche Staubspur - sie stammt aus dem Jahr 1479 - gekreuzt. Wie stark sich die Kreuzung dieser Staubspuren auf der Erde bemerkbar machen, wird erst die Beobachtung zeigen: Zwar können Astronomen berechnen, wann die Erde eine Staubspur des Kometen kreuzt - wie viele Sternschnuppen entstehen werden, ist jedoch im Voraus nicht zu kalkulieren. Bis etwa vier Uhr morgens ist der Himmel so dunkel, dass man Sternschnuppen sehen kann. Dann beginnt die Dämmerung - die ideale Beobachtungszeit für Sternschnuppen ist zu Ende.

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