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Progress ISS Kein Kontakt zu Raumtransporter

Der russische Raumtransporter "Progress" kämpft nach dem Start mit Problemen. Die Sonde, die sich auf dem Weg zur ISS befindet, dreht sich. Ob und wann die Sonde an der ISS andocken kann, ist unklar. Die Nasa rechnet nicht mit einem Andocken am Donnerstag.

Die russische "Progress"-Raumsonde im Weltraumbahnhof Baikonur. Foto: dpa

Eigentlich sollte der unbemannte russische Raumtransporter "Progress M-27M" vier Mal die Erde umrunden und nur sechs Stunden nach dem Start im kasachischen Baikonur die Internationale Raumstation ISS erreichen und dort andocken. Doch nach dem pünktlichen Start am Vormittag kämpft die Flugleitzentrale bei Moskau mit technischen Problemen des Frachters.

Die Probleme seien direkt nach der Trennung von der Sojus-Rakete aufgetreten, heißt es. Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos hat die Sojus-Trägerrakete, die den Raumtransporter ins All bringen sollte, die geplante Umlaufbahn um etwa 30 Kilometer überschritten. Außerdem konnte nicht bestätigt werden, ob sämtliche Antennen des Raumtransporters geöffnet wurden, nach Angaben aus Russland wurden nur zwei der fünf Antennen geöffnet.

Die Kontaktaufnahme mit der Sonde ist bisher nicht gelungen, doch mittlerweile ist klar, dass der Raumtransporter rotiert. Eine Kamera der "Progress" hat Bilder zur Erde geliefert, die das zeigen. Ob man die Sonde für das Dockingmanöver an der ISS stabilisieren kann, ist derzeit unklar, wie die US-Raumfahrtorganisation Nasa mitteilt.

 

Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos versucht, das Problem zu lösen. Die Lösungsversuche werden allerdings dadurch verkompliziert, dass die Kommunikation mit dem Transporter nur dann möglich ist, wenn "Progress" russische Bodenstationen, die sich in Europa und Asien befinden, überfliegt. Während der ersten vier Erdumrundungen der Raumsonde konnte kein Kontakt aufgenommen werden.

Kein Andock-Versuch am Donnerstag

Sicherheitshalber wurde der Notfallplan aktiviert, statt nach sechs Stunden soll der Transporter nun erst 34 Mal die Erde umrunden, bevor zwei Tage nach dem Start das Andockmanöver erfolgt. So hofft man auf genügend Zeit, um "Progress" stabilisieren zu können. Doch mittlerweile ist klar: Einen Andock-Versuch wird es auch am Donnerstag nicht geben, zumindest rechnet die US-Raumfahrtorganisation Nasa nicht damit.

Der Raumtransporter ist mit rund 2,5 Tonnen Gütern beladen, darunter sind unter anderem Geschenke für die Astronauten, Treibstoff, Apparaturen für Experimente und Sauerstoff. Die Lieferung soll von den Astronauten Gennadi Padalka, Michail Kornijenko und Anton Schkaplerow (alle Russland), den beiden Amerikanern Scott Kelly und Terry Virts und der italienischen ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti in Empfang genommen werden.

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