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Pluto und "New Horizons" Raumsonde im Anflug auf Pluto

Noch bevor Pluto im August 2006 seinen Planetenstatus aberkannt bekam, startete die Raumsonde "New Horizons" in Richtung des Planeten. Am 14. Juli kommt "New Horizons" dem zum Zwergplaneten degradierten Pluto und seinem größten Mond Charon ganz nah.

Künstlerische Darstellung: Die Raumsonde "New Horizons" auf dem Weg zu Pluto und seinem größten Mond Charon. Foto: dpa/NASA/JHUAPL/SwRI

Als im August 2006 Pluto, der bis dahin äußerste Planet unseres Sonnensystems, zum Zwergplaneten degradiert wurde, war der Aufschrei nicht nur unter Astronomen groß. Aus neun Planeten wurden acht, der Merksatz "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten", mit dem Kindern die Reihenfolge der Planeten (Merkur - Venus - Erde - Mars - Jupiter - Saturn - Uranus - Neptun - Pluto) beigebracht wurde, musste geändert werden.

Unter Astronomen hält die Kontroverse, ob Pluto nun ein Planet ist oder nicht, bis heute an. Nur eine Sache hat sich seit der Aberkennung des Planetenstatus für Pluto nicht geändert: Die Raumsonde "New Horizons", die bereits im Januar 2006 in Richtung Pluto gestartet ist, nähert sich unaufhaltsam dem degradierten Planeten.

Am 14. Juli ist es soweit: Nach gut neuneinhalb Jahren erreicht "New Horizons" Pluto und auch wenn der längst kein Planet mehr ist, hat sich das Ziel der Mission nicht verändert: Die Raumsonde wird sich dem Zwergplaneten und seinem größten Mond Charon nähern und sie aus einer Entfernung von etwa 9600 Kilometern (Pluto) beziehungsweise 27.000 Kilometern (Charon) unter die Lupe nehmen. Besonders interessieren sich die Forscher für den geologischen Aufbau der beiden Himmelskörper. Außerdem sollen die Oberflächen von Pluto und Charon kartiert und die Atmosphäre von Pluto untersucht werden. Wenn diese Aufgaben erfüllt sind, gilt die Mission bei der US-Raumfahrtorganisation Nasa als Erfolg.

Doch kurz vor der Ankunft am Zwergplaneten schaltete sich "New Horizons" in den Sicherheitsmodus. Fieberhaft arbeiteten Forscher daran, die Ursache des Problems zu finden und den Fehler zu beheben. Das ist nicht ganz einfach: Die Raumsonde befindet sich nach Angaben der Nasa 4,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt - bis Funksignale von "New Horizons" auf der Erde ankommen, dauert es gut viereinhalb Stunden. Mittlerweile gibt es jedoch Entwarnung: Die Raumsonde sei intakt und man sei "kurz davor zur normalen Operation zurückzukehren", teilte Jim Green, Nasa-Direktor für Planetenwissenschaften, mit. Am 7. Juli soll "New Horizons" wieder planmäßig arbeiten und sich weiter dem Ziel nähern.

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