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Philae Rosetta Komet "Philae" meldet sich nach Sendepause zurück

Mehr als zwei Wochen blieb die Raumsonde "Philae" stumm und reagierte nicht auf Kommandos von der Erde. Doch nun meldet sie sich wieder zurück - und die Wissenschaftler verkünden gute Nachrichten: Die Verbindung zur Raumsonde ist stabil, "Philae" führt Kommandos aus.

Sonde "Philae" auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. (Grafik) Foto: dpa/ESA/ATG medialab

Als "Philae", das Mini-Forschungslabor, das auf der Oberfläche des Kometen "67P/Tschurjumow-Gerasimenko" gelandet ist, sich am 13. Juni nach sieben Monaten "Winterschlaf" zurückgemeldet hat, war die Freude groß. Allem Anschein nach hatte die Raumsonde an ihrem schattigen Platz auf dem Kometen die vergangenen Monate gut überstanden und war bereit für weitere wissenschaftliche Einsätze, Daten ließen sogar die Hoffnung zu, dass sich "Philaes" Batterie wieder aufladen würde.

Die Flugbahn von "Rosetta", der Sonde, die das Forschungslabor auf dem Kometen absetze und ihn anschließend weiter umkreiste, wurde angepasst, um besser mit "Philae" zu kommunizieren. "Rosetta" fungiert als ein Relais zwischen "Philae" und den Wissenschaftlern auf der Erde: Nur über "Rosetta" kann das Forschungslabor Daten zur Erde senden oder empfangen. Doch trotz aller Hoffnungen und Mühen konnten die Forscher keine regelmäßige Kommunikation mit "Philae" aufbauen. Seit dem 24. Juni war "Philae" wieder ganz verstummt - obwohl die Daten, die die Sonde zuletzt zur Erde schickte, keine Probleme erkennen ließen. Auf ein Test-Kommando am 5. Juli reagierte "Philae" nicht.

Nun haben die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die "Philae" steuern, gute Nachrichten: Am Abend des 9. Juli habe "Philae" sich wieder zurückgemeldet, teilt das DLR mit, die Verbindung blieb über insgesamt zwölf Minuten stabil. "Philaes Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt", erklärt DLR-Ingenieur Dr. Koen Geurts.

Eine erste positive Erkenntnis konnten die Forscher aus den Daten bereits ableiten: Ein Kommando, das am 9. Juli zum Kometen geschickt wurde, hat "Philae" ausgeführt: Das Instrument "CONSERT" wurde aktiviert. Doch warum die Raumsonde sich nicht gemeldet hat und wieso ausgerechnet jetzt die Kommunikation wieder zustande kam, bleibt rätselhaft. "Wir haben noch keine genaue Erklärung", sagt Geurts, der im Lander-Kontrollzentrum des DLR in Köln arbeitet. Dass "Philae" auf Kommandos von der Erde reagiere, sei aber eine "extrem gute Nachricht", so Geurts weiter.

Erst vor gut zwei Wochen war bekannt geworden, dass die Europäische Raumfahrtorganisation ESA die "Rosetta"-Mission um neun Monate verlängert. Zum krönenden Abschluss der bereits jetzt äußerst erfolgreichen Mission könnte auch "Rosetta" auf dem Kometen landen.

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