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Perseiden Sommerzeit ist Sternschnuppen-Zeit

Wer noch Wünsche hat, aufgepasst: Bis Mitte August huschen die Perseiden über den Nachthimmel.

Perseiden
Ein spektakulärer Anblick: Perseidenstrom am Himmel über Kalifornien. Foto: rtr

Die Sommermonate sind für Gelegenheits-Sternengucker besonders schön: Es ist angenehm warm draußen und es gibt viele Sternschnuppen zu sehen. Wer in lauen Sommernächten den Sternenhimmel betrachtet, wird früher oder später auch die berühmten Sternschnuppen aus dem Meteorstrom der Perseiden sehen. Von Mitte Juli bis Mitte August können die „Tränen des Laurentius“ genannten Sternschnuppen auftreten, ihr Maximum haben sie um den 12. August herum.

Der Sternschnuppenstrom der Perseiden entsteht, wenn die Erde die Staubspur kreuzt, die der Komet 109P/Swift-Tuttle im All hinterlassen hat. Die Staubteilchen treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre und regen die Atome in der Atmosphäre zum Leuchten an. Das Ergebnis: eine mehr oder weniger helle Leuchtspur zieht über den Nachthimmel.

Dieses Jahr durchquert die Erde den dichtesten Teil der Kometen-Staubspur in der Nacht vom 12. auf den 13. August – in dieser Nacht sollten die meisten Sternschnuppen zu beobachten sein. Bei perfekten Beobachtungsbedingungen kann man dann um die hundert Sternschnuppen pro Stunde sehen. In manchen Jahren – zuletzt 2016 – kann man sogar 150 bis 200 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel erblicken.

Um möglichst viele Sternschnuppen zu entdecken, sollte man den Blick auf das Sternbild Perseus richten. Aus dessen Mitte scheinen die Perseiden zu strömen und von diesem Sternbild haben sie ihren Namen. Mit Einbruch der Dunkelheit ist Perseus im Nordosten zu sehen und steigt im Laufe der Nacht immer weiter am Himmel hinauf. So können die ganze Nacht über Sternschnuppen gezählt werden. 2018 wird zwar nur ein durchschnittlicher Perseiden-Strom erwartet, dafür sind die Beobachtungsbedingungen nahezu perfekt: Am 11. August ist Neumond – das heißt, das Licht des Mondes stört die Beobachtung nicht.

Im Juli und August treffen gleich mehrere periodische Sternschnuppen-Ströme aufeinander. Neben den Perseiden fallen auch noch die südlichen Delta-Aquariden, die Piscis-Austriniden und die Alpha-Capricorniden – alle benannt nach den Sternbildern, aus denen sie zu strömen scheinen. Alle diese Meteorschauer sind deutlich schwächer als die Perseiden, sorgen jedoch dafür, dass man in den Monaten Juli und August immer wieder die Chance hat, Sternschnuppen zu entdecken. Was neben dem Wetter auch noch eine Rolle dabei spielt, ob man Sternschnuppen überhaupt sehen kann, ist der Mond. Der ist von Mitte Juli bis Anfang August sehr hell und überstrahlt so manche Sternschnuppe am Himmel.

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