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Perseiden Sommernächte voller Sternschnuppen

Von Mitte Juli bis Mitte August sind besonders viele Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen. Es ist die Zeit der Perseiden, des bekanntesten und schönsten Sternschnuppenstroms.

Sternschnuppe
Eine Sternschnuppe zieht über den Nachthimmel. Jedes Jahr im August sind die Perseiden zu sehen, ein besonders auffälliger Sternschnuppenstrom. Foto: rtr

Wer in lauen Sommernächten den Sternenhimmel betrachtet, wird sie fast garantiert sehen: Sternschnuppen aus dem Meteorstrom der Perseiden, im Volksmund auch „Laurentiustränen“ oder „Tränen des Laurentius“ genannt. Von Mitte Juli bis Mitte August können sie auftreten, ihr Maximum haben die Perseiden um den 12. August herum.

Wie entstehen Sternschnuppen?

Sternschnuppen entstehen, wenn die Erde die Staubspur eines Kometen kreuzt. Die Staubteilchen treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre und regen die Atome der Atmosphäre zum Leuchten an. Das Ergebnis: eine mehr oder weniger helle Lichtspur zieht über den Nachthimmel. Auch einzelne Feuerkugeln oder Feuerbälle - besonders helle Sternschnuppen - können dabei sein. Weil die Erde immer wieder die selben Staubspuren von Kometen kreuzt, treten viele Sternschnuppenströme regelmäßig auf. Bekannte Sternschnuppenströme sind neben den Perseiden beispielsweise die Leoniden (November), die Geminiden (Dezember) oder die Lyriden (April).

Wie beobachtet man die Perseiden?

Vom 17. Juli bis 24. August kreuzt die Erde die Staubspur, die der Komet 109P/Swift-Tuttle im All hinterlassen hat. Um den 12. August herum durchquert die Erde den dichtesten Teil dieser Staubspur - rund um diesen Tag haben die Perseiden ihr Maximum. Im Jahr 2018 wird das Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet. Bei perfekten Beobachtungsbedingungen kann man dann um die hundert Sternschnuppen pro Stunde sehen. In manchen Jahren - zuletzt  2016 - kann man sogar 150 bis 200 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel erblicken.

Um die Perseiden zu beobachten, sollte man sich nach Sonnenuntergang einen dunklen Beobachtungsplatz in Richtung Nordosten suchen. Dort ist mit Einbruch der Dunkelheit das Sternbild Perseus zu sehen, aus dem die Sternschnuppen auszuströmen scheinen und dem sie ihren Namen verdanken. Perseus steigt im Laufe der Nacht immer weiter am Himmel hinauf - Sternschnuppen können so die ganze Nacht über beobachtet werden. Eine spezielle Ausrüstung benötigt man dafür nicht.

2018 wird zwar nur ein durchschnittlicher Perseiden-Strom erwartet, dafür sind die Beobachtungsbedingungen nahezu perfekt: Am 11. August 2018 ist Neumond - das heißt, das Licht des Mondes stört die Beobachtung nicht.

Warum heißen die Perseiden auch „Laurentiustränen“?

Am 10. August wird das Fest des Märtyrers Laurentius von Rom gefeiert. Da auch am 10. August schon deutlich mehr Sternschnuppen zu sehen sind, bekamen sie im Volksmund den Beinamen „Laurentiustränen“.

Warum sieht man im Juli und August so viele Sternschnuppen?

Im Juli und August treffen gleich mehrere periodische Sternschnuppen-Ströme aufeinander. Neben den bekannten Perseiden fallen auch noch die südlichen Delta-Aquariden, die Piscis-Austriniden und die Alpha-Capricorniden - alle benannt nach den Sternbildern, aus denen sie zu strömen scheinen. Alle dieser Meteorschauer sind deutlich schwächer als die Perseiden, sorgen jedoch dafür, dass man in den Monaten Juli und August immer wieder die Chance hat, Sternschnuppen zu entdecken. Was neben dem Wetter auch noch eine Rolle dabei spielt, ob man Sternschnuppen überhaupt sehen kann, ist der Mond. Der ist von Mitte Juli bis Anfang August sehr hell und überstrahlt so manche Sternschnuppe am Himmel. Eine Chance auf Sternschnuppen bietet möglicherweise ein ganz besonderes Himmelsspektakel: Während der längsten totalen Mondfinsternis des Jahrhunderts am 27. Juli ist der Mond für einige Zeit verdunkelt - und gibt den Blick auf mögliche Sternschnuppen frei.

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