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Perseiden 2015 Sternschnuppen am Nachthimmel

Heute Nacht lässt sich der Höhepunkt des Perseiden-Stroms am Himmel beobachten. FR-Autorin Tanja Banner verrät, wann man die meisten Sternschnuppen sehen kann und was man bei der Beobachtung beachten muss.

Sternschnuppen am Nachthimmel. Foto: dpa

Der Monat August hat jedes Jahr ein ganz besonderes Highlight für Sternengucker zu bieten: Der Meteorstrom der Perseiden sorgt für zahlreiche Sternschnuppen am sommerlichen Nachthimmel. Jedes Jahr um den 12. August herum kreuzt die Erde eine Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Staubteilchen treffen auf die Erdatmosphäre und bringen Luftmoleküle zum Leuchten - auf der Erde sind Sternschnuppen zu sehen.

"Unter idealen Bedingungen werden pro Stunde voraussichtlich 80 bis 100 Perseiden beobachtbar sein, wobei die lichtschwächeren Exemplare überwiegen und leicht übersehen werden können", erklärt Gunnar Glitscher von der Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Weltraumtechnik Darmstadt (AAW Darmstadt). Diese idealen Bedingungen beginnen bereits am späten Abend des 12. August. "Bis etwa 4:30 Uhr werden die Sichtbedingungen immer besser", erklärt Astronom Glitscher. "Wer es sich zeitlich einrichten kann, sollte die Stunden nach Mitternacht für die Beobachtung nutzen." Das Maximum erreicht der Sternschnuppenstrom am Donnerstagmorgen erst, wenn es bereits hell ist - doch auch in den Stunden vorher dürften bereits ähnlich viele Sternschnuppen über den Himmel ziehen wie während des Maximums.

Für Sternengucker lohnt es sich dieses Jahr besonders, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen: Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes wird die Beobachtung kaum stören und auch das Wetter dürfte mitspielen. "Nach jetzigem Stand sieht es in weiten Teilen Deutschlands recht gut aus", erklärt ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts (DWD). Auch die Temperatur sollte angenehm sein: "Ein leichtes Sommerjäckchen dürfte reichen", heißt es beim DWD.

Fehlt nur noch der ideale Beobachtungsort. Der sollte möglichst dunkel sein, der Himmel wolkenlos und man sollte eine gute Rundumsicht haben. Die Sternschnuppen können an jeder Stelle des Himmels auftreten, "aber die besten Sichtungschancen bietet der Blick steil nach oben in östlicher bis südöstlicher Richtung", erklärt Glitscher, der außerdem noch einen Experten-Tipp für Sternschnuppen-Beobachter hat: "Das Beobachten im Sitzen oder im Liegestuhl ist kein Luxus, so machen es die "Profis"".

Dann heißt es: Warten und etwas Geduld haben. "Alle paar Minuten treten helle Meteore auf, manchmal auch spektakulär helle Boliden, die längere Zeit nachleuchtende Spuren hinterlassen können", erklärt der Experte von der AAW Darmstadt. Man solle sich den Sternschnuppenregen jedoch nicht als "Dauerfeuerwerk" vorstellen, sondern davon ausgehen "innerhalb einer Stunde ein gutes Dutzend eindrucksvoller Sternschnuppen erblicken zu können".

Wer in einer Stadt lebt und keinen dunklen Standort findet, sollte hellere Sternschnuppen auch in der Stadt sehen können. "Die vielen mittelhellen und leuchtschwachen Exemplare gehen dort aber im aufgehellten Himmelshintergrund unter", weiß Glitscher und rät, Stadt- und Ortszentren möglichst zu meiden. Bereits in den Randlagen sei der Himmel deutlich dunkler. "Noch besser ist das Ausweichen auf den nächsten Feldweg." Für noch bessere Beobachtungsbedingungen empfiehlt Glitscher einen Ausflug in den Taunus, Vogelsberg oder Odenwald: "Dort leuchten auch die Sterne noch schöner".

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