Lade Inhalte...

Mondlandung Russen wollen Mondlandung untersuchen

Russland will die erste Mondlandung im Jahr 1969 untersuchen und unter anderem herausfinden, wieso Filmmaterial verschwunden ist. Dabei handelt es sich wohl um eine Retourkutsche für die Fifa-Ermittlungen des amerikanischen FBI.

Fußabdruck im Mondstaub: Die Astronauten von "Apollo 11" haben Spuren auf dem Mond hinterlassen. Foto: NASA/Reuters

Die erste Landung von Menschen auf dem Mond - für viele ist sie ein Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt, für einige Verschwörungstheoretiker dagegen eine gigantische Lüge. Nun liefert ausgerechnet Russland - selbst eine große Raumfahrtnation, die unter anderem mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All gebracht hat - den Verschwörungstheoretikern neues Futter. In einem Gastbeitrag für die russische Zeitung "Izvestia" hat Vladimir Markin, Sprecher des Untersuchungskomitees der russischen Regierung, eine Untersuchung der amerikanischen Mondlandung ins Gespräch gebracht.

Durch eine Untersuchung könne ermittelt werden, wieso Filmmaterial von der ersten Mondlandung am 21. Juli 1969 verschwunden sei und wo die knapp 400 Kilogramm Mondgestein abgeblieben seien, die während der Mondmissionen zwischen 1969 und 1972 zur Erde gebracht wurden, erklärt Markin in seinem Gastbeitrag.

"Wir glauben nicht, dass sie nicht zum Mond geflogen sind und nur einen Film darüber gedreht haben", stellt Markin laut einer Übersetzung des Gastbeitrags durch die Moscow Times klar. "Aber das spurlose Verschwinden dieser wissenschaftlichen Artefakte ist ein Verlust. Eine Untersuchung wird enthüllen, was passiert ist", so Markin weiter.

Dass die Originalaufnahmen der Mondlandung nicht mehr existierten, gab die US-Raumfahrtorganisation Nasa bereits im Jahr 2006 zu. Man hatte nach den Aufnahmen gesucht und herausgefunden, dass sie Teil von 200.000 Kassetten waren, die gelöscht und überspielt wurden, um Geld zu sparen. Statt der Originalaufnahmen ließ die Nasa Aufnahmen aus den Archiven des Fernsehsenders CBS restaurieren - Wasser auf den Mühlen der Verschwörungstheoretiker.

Doch die russische Idee, die Mondlandung zu untersuchen, hat wohl nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Viel eher dürfte es sich um eine Retourkutsche handeln: In seinem Gastbeitrag erwähnt Markin die Ermittlungen des FBI gegen die Fifa und die daraus entstandene Diskussion über die Rolle Russlands als Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. "Die US-Ermittler haben sich selbst zum obersten Schiedsrichter internationaler Fußball-Angelegenheiten ernannt", kritisiert Markin.

Das angeblich fehlende Mondgestein befindet sich übrigens nach Angaben der Nasa in der 1979 eigens dafür eröffneten Lunar Sample Facility im Lyndon B. Johnson Space Center im texanischen Houston. Dort wird ein Großteil der 382 Kilogramm Mondgestein aufbewahrt und Forschern zur Untersuchung zur Verfügung gestellt.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum