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Marsrover Curiosity Organische Teilchen auf dem Mars gefunden

Seit vier Monaten sucht der Rover „Curiosity“ auf dem Mars nach Spuren von Leben. Jetzt hat der Forschungsroboter etwas entdeckt - noch keine Marsmännchen aber etwas, das eine wichtige Spur sein könnte: organische Moleküle.

03.12.2012 21:53
New York
Hier wird gearbeitet: Der Marsrover gräbt die Oberfläche des Roten Planeten um. Foto: dapd/nasa

Der Rover „Curiosity“ hat organische Moleküle auf dem Mars entdeckt. Es sei allerdings noch völlig unklar, ob diese Moleküle vom Mars selbst stammten, oder ob sie beispielsweise vom Forschungsroboter mit auf den Roten Planeten gebracht worden seien, sagte John Grotzinger, Manager bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa, am Montag bei einer Pressekonferenz in San Francisco. Mit zahlreichen Tests solle nun versucht werden, das herauszufinden. „Das kann allerdings noch eine ganze Weile dauern.“

Entdeckt wurden die Moleküle mit einem Messgerät namens „Sam“, das Bodenproben erhitzt und analysiert. Die Proben stammen von einer Stelle namens „Rocknest“ im Gale-Krater, wo „Curiosity“ (Neugier) im August gelandet war.
Fünf solcher Proben, die aus feinerem und grobkörnigerem Sand sowie Staub bestehen, hatte der Rover mit seinem Roboterarm aufgesammelt. Das Team habe versucht „ganz normalen Mars-Boden“ zu untersuchen, sagte Grotzinger. Bei der Analyse mit „Sam“ wurden neben Sauerstoff und Chlorgas unter anderem simple Kohlenstoff-Verbindungen entdeckt. „Das ist ein beispielloser Einblick in die chemische Vielfalt der Gegend“, sagte Nasa-Wissenschaftler Michael Meyer.

Kohlenstoff-Verbindungen sind die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens. Würde sich also herausstellen, dass die Moleküle wirklich vom Mars stammten, könnte das heißen, dass es einmal Leben auf dem Mars gegeben hat oder dass Leben auf dem Mars möglich wäre - eine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung.

Die Nasa warnte allerdings eindringlich vor vorschnellen Schlüssen und übertriebenen Erwartungen. „„Curiositys“ zweiter Name ist „Geduld““, sagte Nasa-Manager Grotzinger. „Davon brauchen wir jetzt eine ganz schön hohe Dosis.“ (dpa)

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