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Mars Komet Alle Raumsonden sind heil geblieben

Der Komet "Siding Spring" passiert den Mars in einer Entfernung von knapp 140.000 Kilometer. Die Raumsonden in der Umlaufbahn des Planeten sind dabei der größten Gefahr ausgesetzt - doch es gibt Entwarnung: Alle Raumsonden überstehen das Ereignis. Nun beginnt das Warten auf die Daten.

Die drei Nasa-Raumsonden haben sich während der gefährlichsten Phase hinter dem Mars in Sicherheit gebracht. Foto: AFP/NASA/JPL-Caltech

Nach dem äußerst knappen Vorbeiflug des Kometen C/2013 A1 ("Siding Spring") am Mars melden die Raumfahrtbehörden Nasa und ESA: Alle Raumsonden sind heil geblieben. Weder die drei Nasa-Raumsonden Mars Odyssey, Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) und MAVEN noch die ESA-Raumsonde Mars Express wurden von den sich schnell bewegenden Teilchen im Kometenschweif getroffen und beschädigt.

Dafür dürfte die Flotte der Raumsonden, Teleskope und Mars-Rover, die für die Beobachtung des einmaligen Ereignisses - der Komet "Siding Spring" ist in einer Entfernung von nur knapp 140.000 Kilometern am Mars vorbeigeflogen - extra ausgerichtet wurde, jede Menge Daten für die Wissenschaft gesammelt haben, die nun zur Erde gesendet werden.

Der Kometen-Vorbeiflug ist besonders interessant, weil es sich um den ersten Vorstoß von "Siding Spring" in Richtung Sonne handelt. Kometen gelten als besonders interessant für die Wissenschaft, weil sie Material aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems enthalten und viele Fragen beantworten könnten. Dass der Komet sich ausgerechnet dem Planeten Mars näherte, ist ein Glücksfall, denn dort tummeln sich gleich vier Raumsonden und zwei Rover, die zur Kometenbeobachtung eingesetzt wurden.

Mit dabei ist auch ein Neuzugang: Die Nasa-Raumsonde MAVEN ("Mars Atmosphere and Volatile Evolution") hat erst im September den Mars erreicht. "Wir sind froh, dass die Raumsonde heil geblieben ist und wir freuen uns darauf, herauszufinden, wie der Komet den Mars beeinflusst", sagt MAVEN Principal Investigator Bruce Jakofsky. Zu den Daten, die MAVEN zur Erde schicken wird, gehören auch Informationen über die Zusammensetzung der Gase und des Staubs, die der Komet als Schweif hinter sich herzieht. Auch eine mögliche Interaktion zwischen dem Material des Kometen und der Atmosphäre des Mars soll untersucht werden.

Neben den vier Mars-Orbitern wurden auch die beiden Mars-Rover "Opportunity" und "Curiosity" auf den Kometen "Siding Spring" ausgerichtet. Mehrere Weltraumteleskope - unter anderem Hubble, Spitzer, Swift, Kepler und Chandra, haben den Vorbeiflug des Kometen am Mars ebenfalls genau beobachtet und werden den Forschern Daten in Hülle und Fülle liefern.

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