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Mars „Curiosity“ findet organisches Material auf dem Mars

Gibt es Leben auf dem Mars? Die Frage ist nicht neu - doch der Mars-Rover „Curiosity“ liefert neue Hinweise. „Wir sind auf der richtigen Spur“, sagt ein Nasa-Wissenschaftler über die neuen Forschungsergebnisse.

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Der Nasa-Rover "Curiosity" ist seit August 2012 auf dem Mars aktiv. Foto: HANDOUT (NASA)

Seit August 2012 erforscht der Nasa-Rover „Curiosity“ den Mars und schickt regelmäßig wissenschaftliche Daten zur Erde. Anhand dieser Daten konnten Forscher beispielsweise ermitteln, dass im Gale-Krater, in dem der Rover sich bewegt, lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben könnten: Im Krater sei ein Frischwasser-See gewesen, der gute Bedingungen für mikrobielles Leben geboten haben könnte, teilten die Forscher 2013 mit.

Ob es speziell im Gale-Krater oder auf dem gesamten Mars tatsächlich jemals Leben gab, ist jedoch bis heute nicht geklärt. Auch die neuesten Forschungsergebnisse, die aus Daten von „Curiosity“ gewonnen wurden, klären die Frage nicht endgültig – liefern jedoch weitere Hinweise.

In drei Milliarden Jahre altem Marsgestein hat der Mars-Rover organische Moleküle gefunden. Die könnten zwar auch durch nicht-biologische Prozesse entstanden sein, sie würden aber in der Regel mit Leben in Verbindung gebracht, teilt die Nasa mit. „‚Curiosity' hat die Quelle der organischen Moleküle nicht bestimmt“, sagt Jen Eigenbrode vom Goddard Space Flight Center der Nasa. Doch auch wenn das organische Material nichts mit Leben auf dem Mars zu tun haben sollte, beinhalte es „chemische Hinweise auf die Prozesse auf dem Planeten“, so Eigenbrode, die die Erkenntnisse ihres Forscherteams in der Wissenschaftszeitschrift „Science“ vorstellt.

Ein zweites Team der Nasa hat sich mit Methan in der Atmosphäre des roten Planeten beschäftigt. Über einen Zeitraum von knapp drei Mars-Jahren – das sind beinahe sechs Erdenjahre – haben die Forscher die Methan-Konzentration in der Atmosphäre des Planeten untersucht und festgestellt, dass sie mit den Jahreszeiten schwankt. In warmen Sommermonaten steige die Konzentration an, in kalten Wintermonaten sinke sie ab. Das könnte das Ergebnis chemischer Prozesse sein die Wissenschaftler können jedoch nicht ausschließen, dass das Methan einen biologischen Ursprung hat.

„Diese Forschung ist nur möglich durch die Langlebigkeit von ‚Curiosity'“, freut sich Chris Webster vom Jet Propulsion Laboratory, der die Ergebnisse seines Teams ebenfalls in „Science“ veröffentlicht.

Eigentlich war die Mission des Mars-Rovers nur auf 668 Mars-Tage (687 Erden-Tage) ausgelegt, wurde aber bereits auf unbestimmte Zeit verlängert. Das Hauptziel seiner Mission war von Anfang an, herauszufinden, ob der Mars lebensfreundlich war oder noch ist. „Gibt es Zeichen für Leben auf dem Mars?“, fragt sich Michael Meyer, der bei der Nasa den roten Planeten erforscht. „Wir wissen es nicht, aber diese Ergebnisse sagen uns, dass wir auf der richtigen Spur sind.“

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