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Lyriden Sternschnuppen Sternschnuppen am Frühlingshimmel

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kommen Sternengucker voll auf ihre Kosten, denn der Sternschnuppenregen der Lyriden erreicht seinen Höhepunkt. In den frühen Morgenstunden können etwa zehn bis zwanzig Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein.

Eine Sternschnuppe nördlich von Genf (Archivbild). Foto: REUTERS

Schönes Wetter tagsüber, sternenklarer Himmel in der Nacht. Derzeit ist bestes Wetter für Sternenfreunde und alle, die gerne den Himmel beobachten. Das trifft sich gut, denn in der Nacht von Mittwoch (22. April) auf Donnerstag (23. April) erreicht der Sternschnuppenstrom der Lyriden seinen Höhepunkt. "In den Morgenstunden hat man die besten Chancen", erklärt Sirko Molau von der Fachgruppe Meteore der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim der Nachrichtenagentur dpa.

Aber schon ab Mitternacht kann man mit etwas Glück erste Sternschnuppen am Nachthimmel sehen. Richtig gute Chancen, Sternschnuppen zu sehen, hat man spätestens zwischen etwa 3 Uhr und 5 Uhr, denn in dieser Zeitspanne liegt der Höhepunkt der Lyriden. Idealerweise blickt man in Richtung Nordosten, zum hellen Stern Vega und dem Sternbild Lyra (Leier). Von diesem Sternbild, aus dem die Sternschnuppen zu entspringen scheinen, hat der Meteorstrom seinen Namen. Der Mond - derzeit eine sehr schmale Sichel - dürfte die Beobachtung nicht stören.

Zehn bis 15 Sternschnuppen könnten pro Stunde zu sehen sein, schätzt Molau. Etwas optimistischer ist die US-Raumfahrtorganisation Nasa. "Die Lyriden sind wirklich schwer vorherzusagen", erklärt Bill Cooke, Mitarbeiter der US-Raumfahrtorganisation Nasa. Er rechne in diesem Jahr mit etwa 15 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde. Das ist ein normaler Durchschnittswert für die Lyriden, wenige Ausnahmen gab es beispielsweise in den Jahren 1982, 1922 und 1945, als in einigen Ländern an die hundert Sternschnuppen pro Stunde gezählt wurden.

Die Lyriden sind Staubkörner des periodischen Kometen C/1861 G1 (Thatcher), die in der Erdatmosphäre verglühen. Seit über 2600 Jahren ist der Meteorstrom bekannt, er tritt immer Mitte April (16. bis 25.) auf, wenn die Erde auf den Staubschweif des Kometen trifft.

Sternfreunde freuen sich bereits jetzt auf die Perseiden, einen Meteorstrom im August, der bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde verspricht. Die Geminiden im Dezember sind ein noch größeres Spektakel: Bis zu 120 Sternschnuppen rasen dann über den dunklen Himmel.

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