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Komet Panstarrs und ISON 2013 ist das Jahr der Kometen

Eine totale Sonnenfinsternis ist in diesem Jahr nicht im Programm, dafür werden 2013 gleich zwei Kometen mit bloßen Auge zu sehen sein. Der Komet Panstarrs taucht schon im März am Himmel auf.

Auf der Südhalbkugel ist der Komet Panstarrs schon länger zu sehen - dieses Foto des Kometen entstand Anfang Februar in Australien. Foto: Reuters

2013 könnte das Jahr der großen astronomischen Ereignisse werden. Erst am 15. Februar sorgten zwei Ereignisse für Aufsehen: der lange erwartete Vorbeiflug des Asteroiden 2012 DA 14 an der Erde und der nicht vorhersehbare Meteoriteneinschlag in der russischen Ural-Region, bei dem mehr als tausend Menschen verletzt wurden. Das war nur der Anfang des kosmischen Feuerwerks: Zwei Kometen werden auch noch erwartet. Sie kommen der Erde zwar nicht besonders nah, doch man kann sie ohne Hilfsmittel erspähen.

Genau wie Asteroiden sind Kometen Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Einen gewaltigen Unterschied gibt es allerdings: Asteroiden bestehen aus Gestein, während Kometen sich aus gefrorenem Wasser und Gasen, sowie Staub- und Mineralienteilchen zusammensetzen. Daher stammt auch der Begriff "schmutzige Schneebälle". Nähert sich ein Komet der Sonne, bildet sich ein Schweif, der markanteste Teil eines Kometen, dem die Himmelskörper auch den Namen "Schweifsterne" verdanken.

Komet Panstarrs ab März zu sehen

Seit seiner Entdeckung im Juni 2011 wird der Komet Panstarrs (C/2011 L4) von Astronomen aufmerksam beobachtet. Entwickelt er sich so, wie es die Fachleute erwarten, wird er auf der nördlichen Erdhalbkugel ab etwa dem 10. März mit dem bloßen Auge zu sehen sein. An diesem Tag soll der Komet, dessen Verhalten sich aufgrund seiner Flugbahn nur schwer prognostizieren lässt, seine größte Helligkeit erreichen. Er ist dann für einige Tage mit dem bloßen Auge zu erkennen, später braucht man dafür wieder ein Teleskop. Der Komet wird bei Sonnenuntergang tief am Westhimmel zu sehen sein. Später im März steht er zwar höher am Himmel, wird dafür aber auch lichtschwächer.

Anders als beim Asteroiden 2012 DA 14 oder dem Ural-Meteoriten ist es äußerst unwahrscheinlich, dass der Komet der Erde nahe kommt: Er kommt nicht näher als 50 Millionen Kilometer an unsere Sonne heran. 2012 DA 14 näherte sich der Erde im Februar bis auf 28.000 Kilometer – näher als so mancher Kommunikationssatellit.

Komet ISON taucht Ende November auf

Panstarrs dürfte der erste Komet seit Jahren sein, der am nördlichen Himmel mit bloßem Auge zu sehen ist. Und er wird dieses Jahr nicht der Einzige bleiben: Etwa Mitte November 2013 erwarten Astronomen am Himmel erneut einen Kometen. Ab 28. November soll ISON (C/2012 S1) sichtbar sein. Forscher vermuten, dass er heller ist als Panstarrs. "ISON hat mehr Potenzial", erklärt die Astronomin Susanne Hüttemeister im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Entwickelt sich der Komet wie erwartet, wird er auch am Taghimmel zu sehen sein.

Die Ankunft von ISON, der erst im September 2012 entdeckt wurde, könnte ein Jahrhundertereignis werden. Doch sicher wird man es erst im November wissen.

Während das Erscheinen von Schweifsternen früher als schlechtes Zeichen galt, faszinieren Kometen wie Hale-Bopp und der Halleysche Komet heute Sternengucker auf der ganzen Welt. Hale-Bopp wurde 1995 entdeckt und konnte über 18 Monate lang mit bloßem Auge verfolgt werden. Der Halleysche Komet kehrt im Mittel alle 76 Jahren wieder. Wer ihn beobachten möchte, braucht allerdings etwas Geduld: Er zeigt sich das nächste Mal erst um das Jahr 2061 herum.

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