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Jahresrückblick Raumfahrt Das Raumfahrt-Jahr im Rückblick

Große Freude und schlimme Rückschläge - das Raumfahrt-Jahr 2014 war ein Jahr der Gegensätze. Während die europäische und amerikanische Raumfahrt mit "Rosetta" und "Orion" große Erfolge feiern konnten, erschütterten zwei Unglücke die private Raumfahrt. Das Raumfahrt-Jahr im Rückblick.

"Orion" startet vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Stunden später landet die Raumkapsel erfolgreich im Meer. Foto: REUTERS

Das Raumfahrt-Jahr 2014 stand ganz klar im Zeichen der "Rosetta"-Mission. Die europäische Raumsonde war zwar bereits seit zehn Jahren zum Kometen "67P/Tschurjumow-Gerasimenko" unterwegs - doch im Jahr 2014 hatte sie gleich mehrere große Auftritte: Zuerst musste ein "Aufwecken" aus dem "Winterschlaf" gelingen, dann die Annäherung an den Kometen, auf dem "Rosetta" letztlich die Forschungssonde "Philae" absetzen sollte. Die spektakuläre Mission gelang und begeisterte nicht nur die Raumfahrt-Szene.

Öffentliche Raumfahrt-Begeisterung

Die Reise des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS sorgte ebenfalls für große öffentliche Raumfahrt-Begeisterung. Ein halbes Jahr lebte und arbeitete Gerst an Bord der ISS, schickte von dort faszinierende Bilder und Grüße zur Erde und machte einer breiten Öffentlichkeit deutlich, was an Bord der ISS geschieht.

Aus amerikanischer Sicht war vor allem der erfolgreiche Testflug der Raumkapsel "Orion" ein großer Erfolg. Es ist der erste Schritt der amerikanischen Raumfahrt zurück zu eigenen bemannten Missionen ins All. Ansonsten konnte die Nasa 2014 hauptsächlich unbemannte Erfolgsmeldungen verkünden: Die Mars-Rover "Opportunity" (10 Jahre) und "Curiosity" (2 Jahre) feierten Jahrestage auf dem Mars, "Cassini" befand sich zehn Jahre in der Umlaufbahn des Saturn und die Orbiter in der Mars-Umlaufbahn konnten erfolgreich einen Kometen beobachten, der dem Mars ungewöhnlich nah kam.

Aber auch tragische Momente gab es 2014: Ende Oktober explodierte erst eine "Antares"-Rakete beim Start - verletzt wurde niemand, doch ein "Cygnus"-Raumtransporter, der die ISS beliefern wurde, wurde zerstört. Nur Tage später stürzte das "SpaceShipTwo" bei einem Testflug ab - ein Testpilot kam ums Leben und der privaten Raumfahrt wurde ein herber Schlag versetzt: Mit "SpaceShipTwo" sollten später Touristen ins All fliegen.

"Rosetta" und "Philae" wieder aktiv

Im kommenden Jahr wird "Rosetta" weiter eine Hauptrolle spielen: Erwartet wird, dass die Raumsonde den Kometen auf seinem Weg zur Sonne begleitet und erforscht, wie er sich mit der steigenden Sonneneinstrahlung verändert. Ebenfalls wieder auftauchen könnte dann "Philae", der kleine Forschungsroboter, der derzeit stumm auf der Kometenoberfläche sitzt. Mit genügend Sonnenenergie sollte er wieder aktiviert werden und Daten zur Erde senden können. Anhand von Bildern, die "Rosetta"-Instrumente von der Kometenoberfläche aufgenommen haben, könnte sich dann auch herausstellen, wo genau sich "Philae" eigentlich befindet.

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