Lade Inhalte...

ISS Progress Sojus Zwischenfall verändert Position der ISS

Die russische Raumfahrt kommt nicht zur Ruhe: Nach den Problemen der vergangenen Woche ist es nun zu einem Zwischenfall bei Vorarbeiten zum Abkoppeln einer Sojus-Kapsel von der ISS gekommen. Die Position der ISS wurde dabei leicht verändert.

10.06.2015 09:21
Eine Sojus-Raumkapsel, gesehen von der ISS aus. (Archivbild) Foto: REUTERS

Bei Vorarbeiten zum Abkoppeln einer Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS ist es am Dienstag zu einem Zwischenfall gekommen. Das Triebwerk der Sojus sei unnormal gestartet und habe die Position der ISS leicht verändert, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau mit. Die Raumstation sei stabilisiert worden, die sechsköpfige Besatzung sei nicht in Gefahr gewesen, hieß es. Die Sojus könne weiterhin für eine Rückkehr zur Erde genutzt werden. Roskosmos habe eine Untersuchung eingeleitet und werde die Ergebnisse bekanntgeben.

Mit der Kapsel sollen an diesem Donnerstag die Italienerin Samantha Cristoforetti - seit einigen Tagen ist sie Rekordhalterin für Langzeitflüge von Frauen im Weltall - sowie der Russe Anton Schkaplerow und der US-Amerikaner Terry Virts von der ISS zur Erde zurückkehren. Über eine mögliche Verschiebung des Termins wegen des Zwischenfalls war zunächst nichts bekannt. Die bereits für Ende Mai geplante Landung der drei Raumfahrer in Kasachstan war verschoben worden, weil eine russische Rakete abgestürzt war.

Nun hat die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos bekanntgegeben, wann der nächste bemannte Flug zur ISS starten soll: Geplant ist er für die Zeit vom 23. bis 25. Juli. Der genaue Zeitpunkt des Starts werde erst später mitgeteilt, erklärte Roskosmos. Bei der für die dritte Juli-Woche geplante Mission soll ein dreiköpfiges Team zur ISS gebracht werden, zu dem der Russe Oleg Kononenko, der Japaner Kimiya Yui und der US-Astronaut Kjell Lindgren gehören.

Ursprünglich sollte der Start vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur bereits am 26. Mai erfolgen. Allerdings erlitt die russische Raumfahrt zuletzt mehrere Rückschläge. Am 8. Mai war ein "Progress"-Weltraumfrachter nach einem Kontrollverlust in der Erdatmosphäre verglüht. Ein nicht bemannter Versorgungsflug mit einem "Progress"-Frachter soll am 3. Juli zur ISS starten. Russland verfügt seit dem Ende der Missionen mit US-Raumfähren als einziges Land über Möglichkeiten, die Belieferung der ISS zu gewährleisten. (dpa/afp)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen