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„InSight“ So klingt der Planet Mars

Eigentlich soll die Nasa-Raumsonde „InSight“ das Innere des Mars erforschen. Doch nun haben die Instrumente den Klang des roten Planeten aufgezeichnet.

Mars-Sonde InSight
Die Sonde "InSight" auf dem roten Planeten. Gut zu erkennen sind die Instrumente auf dem Landegerät. Rechts ist außerdem ein kleines Stück der Solarpaneele zu sehen. Foto: Nasa/JPL

Seit der Landung der Nasa-Raumsonde „InSight“ Ende November befindet sich ein Seismometer auf dem Mars. Das soll eigentlich „Marsbeben“ erspüren und ermitteln, wie häufig sie vorkommen. Außerdem soll das Seismometer die Frequenz von Meteoriteneinschlägen auf dem roten Planeten ermitteln. In den kommenden Wochen soll das Seismometer auf dem Marsboden abgesetzt werden und erstmals zum Einsatz kommen. Doch bereits jetzt hat es erste Informationen zur Erde geschickt, die die US-Raumfahrtorganisation Nasa veröffentlichenswert fand.

Das Seismometer und ein Luftdruck-Sensor haben aufgezeichnet, wie der Mars klingt. Genauer: Wie es sich anhört, wenn der Wind über den „InSight“-Lander weht. Der Wind hatte dabei eine Geschwindigkeit von 16 bis 24 Kilometern pro Stunde. Die Töne seien zwar in dem Spektrum, das für den Menschen hörbar ist, sie seien jedoch sehr niedrig und mit den Lautsprechern eines Laptops oder Smartphones kaum wahrzunehmen. Die Nasa empfiehlt daher, das Video auf einem Soundsystem mit Subwoofer abzuspielen oder alternativ Kopfhörer aufzusetzen, um den Klang des Mars zu hören.

Eigentlich war es nicht geplant, die Geräusche des Mars aufzunehmen. „Diese Audios sind ein ungeplantes Vergnügen“, sagt Bruce Banerdt, der die wissenschaftliche Mission leitet. „Aber eines der Dinge, die wir mit unserer Mission erreichen wollen, ist Bewegung auf dem Mars zu messen und das schließt natürlich Bewegung, die von Klang erzeugt wurde, mit ein.“

„InSight“ ist nach einer etwa sechs Monate langen Reise durchs Weltall am 27. November auf dem Mars gelandet. Derzeit wird die Landestelle von „InSight“ mit Hilfe von Kameras untersucht, anschließend soll das Landegerät noch im Dezember das Seismometer auf einer geeignete Position absetzen. Sobald das passiert ist, wird das Gerät von einer Schutzhaube bedeckt und so gegen Wind geschützt sein - dann ist es nicht mehr möglich, über das Seismometer Geräusche, die der Wind verursacht, einzufangen.

Im Januar soll die Wärmeflusssonde HP3 ebenfalls an einer geeigneten Stelle platziert werden. Sie soll im Verlaufe der Mission bis zu fünf Meter tief in die Oberfläche des Mars hineinbohren und dabei regelmäßig die Temperatur des Planeten messen. Anhand der Daten, die die beiden Experimente liefern, wollen Forscher mehr über die Vergangenheit des Mars - und damit aller Gesteinsplaneten - herausfinden. Bis November 2020 soll die Primärmission von „InSight“ dauern.

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