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Fotos aus dem All von der Erde "Überwältigt" und "demütig"

Der Blick von der ISS aus dem Weltall auf die Erde ist einzigartig - zurückkehrende Astronauten schwärmen noch Jahre danach davon. Der Kanadier Chris Hadfield lässt die Menschheit jetzt am fantastischen Ausblick von der ISS teilhaben - per Twitter und Facebook.

Astronaut Chris Hadfield fotografiert die Erde von Bord der ISS. Dieses Bild zeigt einen kleinen Ausschnitt Italiens. Foto: Chris Hadfield/NASA

Der Blick aus dem Weltall auf die Erde ist einzigartig. Astronauten, die die Erde aus dem Orbit betrachtet haben, schwärmen davon. Einer von ihnen ist ESA-Astronaut Christer Fuglesang. Es sei "überwältigend", die Erde bei einem Weltraumspaziergang zu betrachten, sagt er. Diese Momente machten ihn "zugleich aber auch demütig".

Seit Dezember 2012 ist der kanadische Astronaut Chris Hadfield an Bord der Internationalen Raumstation, im März soll er als erster Kanadier das Kommando über die Internationale Raumstation übernehmen. Neben seiner täglichen Arbeit findet er die Zeit, die atemberaubenden Ausblicke aus dem Erdorbit mit anderen Menschen zu teilen. Über seinen Twitter-Account @Cmdr_Hadfield und auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht Hadfield beinahe täglich neue Bilder.

Häufig schickt er Tag- oder Nachtaufnahmen von Städten oder Ballungszentren - darunter viele Regionen aus seinem Heimatland Kanada und den benachbarten USA. Auch besondere Landformationen, Gebirge, das Outback und Inseln in türkisgrünem Meer haben es ihm offensichtlich angetan.

Mit seinen Bildern greift er auch tagesaktuelle Themen auf: Am Tag des Superbowls twittert Hadfield Aufnahmen der Finalteilnehmer-Städte San Francisco und Baltimore. Und auch New Orleans, die Stadt, die den Superbowl ausrichtet, vergisst er nicht. Überhaupt ist Hadfield gut darin, seine Follower einzubinden: So twittert er beispielsweise das Bild eines afrikanischen Flusses und ruft seine Follower dazu auf, ihre Photoshop-Künste zu zeigen.

Neben den Aufnahmen, die die Schönheit der Erde zeigen, twittert der Astronaut gelegentlich Einblicke in seinen Arbeitsalltag an Bord der ISS und beantwortet die Fragen seiner Anhänger.

Chris Hadfield nutzt Twitter nicht erst, seit er sich auf der ISS befindet. Auch die Vorbereitungen hat er auf Twitter thematisiert. Weil er während seines Flugs an Bord der Sojus nicht selbst twittern konnte, hat er den Account für diesen Zeitraum kurzerhand an seinen Sohn übergeben. Der berichtet auf Twitter, wie er den Start der Sojus erlebt hat: "Der Start war eine unglaublich emotionale Erfahrung", schreibt er und beteuert, dass er in seinem ganzen Leben nichts erlebt habe, das an diese Erfahrung herankomme.

An Bord angekommen, übernahm der Astronaut seinen Twitter-Account wieder und sorgte beispielsweise Anfang Januar im Netz für Furore: Eine Twitter-Unterhaltung zwischen dem Astronauten und William Shatner, Darsteller des Captain Kirk in "Raumschiff Enterprise", ging um die Welt. Die Aufmerksamkeit war so groß, dass William Shatner von der kanadischen Raumfahrtagentur CSA eingeladen wurde, öffentlichkeitswirksam mit dem ISS-Astronauten zu sprechen. Dieses Mal soll allerdings nicht Twitter als Kommunikationsinstrument dienen, sondern ein Telefon und NASA-TV.

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