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Explosion Cygnus "Antares" explodiert, "Sojus" hebt ab

Nur wenige Stunden nach Explosion der "Antares"-Rakete und des Raumtransporters "Cygnus" hebt eine "Sojus"-Rakete erfolgreich ab. Während nach der Ursache für die Explosion des privaten Raumfrachters gesucht wird, jagt der Raumfrachter "Progress-57" der ISS hinterher.

Die Rakete "Antares" explodiert, in dem Feuerball wird auch der Transporter "Cygnus" zerstört. Foto: Reuters

Erst sah es wie ein normaler Raketenstart aus, der auf der Wallops Flight Facility in Virginia stattfand, doch nur Sekunden nach Ende des Countdowns wurde aus der "Antares"-Rakete ein Feuerball, der auch den Raumtransporter "Cygnus" zerstörte. "Cygnus" sollte 2,3 Tonnen Fracht - darunter Lebensmittel - zur ISS transportieren, wo derzeit sechs Astronauten leben und arbeiten. Es war der vierte Start eines "Cygnus"-Raumtransporters und sollte das dritte erfolgreiche Andocken des privaten Raumfrachters an die Internationale Raumstation werden.

Doch der Start misslang, verletzt wurde nach Angaben der Nasa niemand. "Der Crew an Bord der Internationalen Raumstation ISS werden weder Lebensmittel noch andere kritische Vorräte ausgehen", beeilte man sich bei der US-Raumfahrtbehörde zu betonen. Denn nur neun Stunden nach dem missglückten Start sollte im russischen Weltraumbahnhof Baikonur eine weitere Mission zur ISS starten.

"Sojus"-Start gelingt

Während beim Hersteller, der Firma Orbital Sciences, und der US-Raumfahrtbehörde Nasa fieberhaft nach Ursachen für die Explosion beim Start gesucht wurde, gelang in Baikonur der Start der Rakete vom Typ "Sojus". Mit an Bord: Der Raumfrachter "Progress-57", der ebenfalls Nachschub zur ISS bringen soll.

Sechs Stunden lang wird "Progress-57" nun der ISS hinterherjagen und dabei mehrfach die Erde umrunden. Dann soll der Raumfrachter mit seinen mehr als 2,5 Tonnen Fracht die ISS erreichen und dort in einem automatisierten Verfahren andocken.

Etwa ein halbes Jahr wird "Progress-57" ein Teil der ISS bleiben. Dann wird der Raumtransporter, der nicht für die Rückkehr zur Erde ausgelegt ist, mit Müll befüllt und zurück Richtung Erde geschickt. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre soll "Progress-57" mitsamt des Mülls an Bord verglühen - genau wie zahlreiche Raumtransporter vorher.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist seit dem Ende des eigenen Shuttle-Programms im Jahr 2011 auf die russische Sojus angewiesen, die Astronauten zur ISS und zurück befördert. Seit 2012 gibt es außerdem private Versorgungsflüge zur ISS: Neben dem Raumtransporter "Cygnus" von Orbital Sciences beliefert auch der Transporter "Dragon" der Firma SpaceX Fracht zur Internationalen Raumstation. Der nächste Start eines "Dragon"-Transporters ist für Dezember geplant.

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