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Curiosity Mars Spannung vor der Marslandung

Am Montag landet der Marsrover Curiosity nach einer knapp neunmonatigen Reise auf unserem Nachbarplaneten Mars. Die Spannung steigt – für manche scheint die Marslandung des Rovers die Mondlandung unserer Zeit zu sein. Schon vor der Landung liefert Curiosity erste Ergebnisse.

Computerillustration: So soll es aussehen, wenn Marsrover "Curiosity" auf dem roten Planeten mit einem Laserstrahl Gestein abtastet. Foto: dpa

Der Marsrover mit dem Namen Curiosity („Wissbegierde“) soll am Montagmorgen um 7:31 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf der Oberfläche des Planeten aufsetzen – davor warten noch „Sieben Minuten des Schreckens“, wie die Nasa die letzten Minuten vor der Landung selbst nennt. Um zu erklären, wie der Marsrover heil zur Marsoberfläche gebracht werden soll, lässt die Nasa zwei „altgediente Raumfahrer“ aus der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ zu Wort kommen: William Shatner, bekannt als Captain Kirk, und Wil Wheaton, der den Fähnrich Wesley Crusher spielt.

Der Rover Curiosity („Wissbegierde“) twittert schon seit November 2008 und erzählt in der ersten Person allerlei über seine lange Reise zum Mars. Die getwitterte Statusmeldung drei Tage vor der Landung lautet: "I'm in good health & on course for landing. Countdown to Mars: 3 days!".

Während des Fluges seien immer wieder Messungen der kosmischen Strahlung erfolgt, die jetzt ausgewertet werden können, und auf dem Mars fortgesetzt werden. Mit den Daten könne beispielsweise berechnet werden, wie sich zukünftige Marsastronauten vor den Strahlen schützen müssen.

Die Mondlandung unserer Zeit

Je näher der Termin der Landung rückt, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass die Landung des Marsrovers die Mondlandung unserer Zeit ist: Beispielsweise soll das Ereignis auf einer Großleinwand am Times Square in New York übertragen werden. „Wenn man an all die großen Ereignisse in der Geschichte denkt, denkt man immer auch an den Times Square, deswegen kann ich mir keinen besseren Ort vorstellen, um dieses Ereignis auf dem Mars zu feiern“, sagt Nasa-Manager John.

Museen überall in den USA veranstalten sogenannte „landing parties“, bei denen das Ereignis, das in den USA mitten in der Nacht stattfindet, gemeinsam geschaut werden kann. In Europa scheint das Interesse geringer zu sein: auf einer Übersichtskarte der Nasa sind bislang drei Veranstaltungen in ganz Europa eingetragen. Mindestens eine „landing party“ gibt es in Deutschland: im Berliner Hackerspace c-base will man gemeinsam beim Frühstück die Landung anschauen.

Die Marslandung wird ein großes Ereignis

Vereinzelt hört man auch von Raumfahrtinteressierten in Deutschland, die sich den Vormittag oder gar den ganzen Tag freigenommen haben, um sich das Großereignis anzuschauen. "Jetzt 3 Tage vor der Landung beginnt auch bei mir das #Curiosity-Fieber", schreibt ein Twitter-Nutzer.

Die erste Landung von Menschen auf dem Mond war ein großes Ereignis, die Landung der Curiosity auf dem Mars wird es wohl auch - obwohl keine Menschen an Bord sind. Die Nasa gibt sich allerdings alle Mühe, Curiosity zu personifizieren: beispielsweise durch die Ich-Perspektive im Twitter-Kanal und das Shatner-Video, in dem von Curiosity konsequent als "she" gesprochen wird - der Rover ist weiblich, kein Gegenstand. So lässt sich auch besser mitfiebern. (mit dpa)

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