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Chronologie Der Wettlauf zum Mond

Die Eroberung des Weltalls und die Geschichte des Kalten Krieges sind untrennbar verbunden. Auch das Betreten des Mondes resultiert eher aus dem Wettrüsten und der Propagandaschlacht zwischen Ost und West als aus der Erfüllung eines Menschheitstraumes.

10.07.2010 14:07

Erst nach der Wende Anfang der 1990er Jahre begannen die einstigen Klassenfeinde im All intensiv zusammenzuarbeiten. Wichtige Stationen:

1945: Deutsche Raketentechnik und Fachwissen gelangen nach Kriegsende in die USA und UdSSR. Beide starten in den Folgejahren mehrere Raketen, die es aber nicht bis ins All schaffen.
1957: Die Sowjetunion startet am 4. Oktober ihren "Sputnik" - den ersten künstlichen Erdtrabanten. Wochen später umkreist "Sputnik 2" mit der Hündin Laika die Erde. "Sputnik"-Schock heißt es im Westen.
1958: Die Raumsonde Explorer I (USA) hebt zum ersten erdnahen Flug ab. Die NASA (National Aeronautics and Space Administration), die Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde, wird gegründet.
1960: Erste Rückkehr eines Satelliten zur Erde (Discoverer, USA).
1961: Am 12. April startet Juri Gagarin (UdSSR) als erster Mensch ins Weltall. Der Luftwaffenoffizier umkreist die Erde. Die NASA baut in Cape Canaveral im Bundesstaat Florida die Anlagen für das "Apollo"-Mond-Programm. Die ersten "Apollo"-Raketen starten.
1963: Valentina Tereschkowa (UdSSR) erste Frau im All.
1965: Alexej Leonow steigt als erster Mensch aus einer Raumkapsel ("Woschod II") aus. Er "spaziert" etwa zehn Minuten im freien Raum.
1966: Sowjetische Mondfähre "Luna 9" landet auf dem Erdtrabanten.Es ist die erste kontrolliert abgebremste Landung auf dem Mond.
1967: Im US-Raumschiff "Apollo 1" verbrennen drei Astronauten während eines Bodentests. Im selben Jahr stirbt Kosmonaut Alexander Komarow beim Landeanflug mit der Raumkapsel "Sojus 1".
1968: Zu Weihnachten umkreist "Apollo 8" als erstes bemanntes Raumschiff den Mond.
1969: Im Juli landet "Apollo 11" auf dem Mond, Neil Armstrong setzt als erster Mensch einen Fuß auf den Erdtrabanten. Vier Monate später folgt "Apollo 12". Charles Conrad und Alan Bean betreten die Mondoberfläche.
1970: Der Satz "Houston, wir haben ein Problem" wird weltberühmt, als die Mondmission "Apollo 13" scheitert, die Crew aber überlebt.
1971: Die Sowjetunion startet die erste Raumstation "Saljut 1".Zugleich landet die sowjetische Sonde "Mars" auf dem roten Planeten.Im selben Jahr setzen die USA mit "Apollo 14" auf dem Mond auf, Alan Shepard und Edgar Mitchell steigen aus. Später landet "Apollo 15", David Scott und James Irvin sammeln fast 80 Kilogramm Gesteinsproben.
1972: "Apollo 16" landet auf dem Erdtrabanten. John Young und Charles Duke fahren knapp 27 Kilometer mit einem Mondauto. Im Dezember landet "Apollo 17" als bislang letztes bemanntes Raumschiff auf dem Mond. Eugene Cernan und Harrison Schmitt nutzen erneut ein Auto.
1975: Erstes Zeichen der Annäherung: Eine sowjetische Rakete ("Sojus") und eine US-"Apollo"-Rakete koppeln im Weltall aneinander an.
1976: Die Sonden "Viking 1" und "Viking 2" (USA) landen auf dem Mars.
1978: DDR-Bürger Sigmund Jähn erster Deutscher im All (UdSSR).
1983: Ulf Merbold erster Bundesbürger im All (USA).
1986: US-Raumfähre "Challenger" explodiert beim Start. Sieben Tote.
1998: Erste Teile der neuen Internationalen Raumstation ISS fliegen ins All. Die USA und Russland kooperieren, weitere Staaten helfen.
2009: Im Juni erreicht eine neue Mond-Sonde der NASA den Erdtrabanten. Sie soll aus einer Entfernung von 50 Kilometern ein Jahr lang die Mondoberfläche analysieren und Ausschau halten nach geeigneten Landeplätzen für eine neue bemannte Mondmission. (dpa)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Mondlandung

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