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„BepiColombo“ und „Flyeye-Telescope“ Die Reise zum Merkur

Die Esa schickt 2018 eine Sonde zum Merkur und nimmt das „Flyeye-Telescope“ in Betrieb.

Teleskop
Das „Flyeye-Telescope“ soll ab Ende 2018 von Sizilien aus nach erdnahen Asteroiden Ausschau halten. Foto: esa

8,1 Tonnen wiegt der „Himmlische Palast“ – und auch wenn das meiste davon wohl in der Atmosphäre verglühen wird, so lässt sich seinem Niedergang doch nicht gelassen entgegensehen. Denn einige Trümmerteile könnten immerhin noch die Größe eines Kühlschranks haben und mit einer Geschwindigkeit von 400 Stundenkilometern einschlagen. Nach Berechnungen von Wissenschaftlern der Esa und der kalifornischen Aerospace Corporation könnten die Reste von „Tiangong 1“ nördlich von 43 Grad Nord oder südlich von 43 Grad Süd niedergehen. Auch das südlichere Europa könnte damit betroffen sein. Die Gefahr, dass die Trümmer auf bewohntes Gebiet niedergehen, schätzen die Experten gleichwohl als eher gering ein. Eine Möglichkeit, einzugreifen, bestehe von der Erde aus nicht, erklärt McKay.

Ein Thema, das den Esa-Verantwortlichen  zwar nicht akut, so aber doch auf längere Sicht Sorge bereitet, ist das zunehmende Gedränge im Orbit. Immer mehr Satelliten tummeln sich dort oben – mit der Folge, dass auch immer mehr Schrott seine Kreise um die Erde zieht. Derzeit befinden sich 4500 Satelliten in der Umlaufbahn, sagt Rolf Densing, 1500 davon sind in Betrieb. Allein für das Internet aus dem Weltraum sollen dieses Jahr 650 neue Satelliten platziert werden. Die Firma SpaceX will zu diesem Zweck sogar 4000 Stück ins All bringen. „Da besteht Handlungsbedarf hinsichtlich einer Weltraumaufsicht“, sagt Densing. 

Die Esa selbst wird in diesem Jahr drei Satelliten ins All schießen. Sentinel-3B soll Auskunft über den Zustand der Ozeane geben und die Höhe des Meeresspiegel sowie die Temperaturen der Land- und Meeresoberflächen erfassen. Der ADM-Aeolus-Satellit soll täglich globale Windprofile liefern. Schließlich wird auch noch ein Wettersatellit mit dem Namen MetOP-C gestartet, um die weltweiten Wettervorhersagen und das Verständnis des Klimawandels zu verbessern. 
Und auch Menschen schickt die europäische Weltraumorganisation 2018 wieder ins All: So wird der deutsche Astronaut Alexander Gerst in diesem Jahr mit seiner „Horizons“-Mission zum zweiten Mal zur Internationalen Raumstation ISS fliegen,, dieses Mal sogar in der Funktion als Kommandant.

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