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Bedrohung durch Weltraumschrott Entwarnung nach Evakuierung der ISS

Unerwartet kommt Weltraumschrott der Internationalen Raumstation ISS bedrohlich nahe. Weil es zu spät für ein Ausweichmanöver ist, wird die Raumstation evakuiert. Nun gibt es Entwarnung: Die Astronauten können in die Raumstation zurückkehren.

Die Internationale Raumstation. Foto: dpa

Im Rückblick war es nur ein kurzer Schreckmoment: Ein Stück Weltraumschrott, bei dem es sich um ein Teil eines alten russischen Wettersatelliten handelte, kam der Internationalen Raumstation ISS am Donnerstagmittag gefährlich nahe. Und zwar förmlich "aus dem Nichts": Es blieb keine Zeit, ein Ausweichmanöver einzuleiten. Die drei Astronauten, die sich derzeit an Bord befinden, bekamen die Anweisung, die ISS zu evakuieren und sich in die angedockte Sojus-Raumkapsel zurückzuziehen.

Für 14:01 Uhr hatte man die größte Annäherung des Weltraumschrotts an die ISS erwartet - und wartete mit großer Anspannung darauf, was passieren würde. In der Regel wird Weltraumschrott früh genug entdeckt, um rechtzeitig ein Ausweichmanöver der Internationalen Raumstation einzuleiten. Dieses Mal war die Zeit zu kurz und die Astronauten mussten sich in ihr "Rettungsboot", die Sojus-Kapsel, begeben, mit der sie im Notfall jederzeit zur Erde zurückkehren könnten.

"Die Crew ist sicher in der Sojus", betonte die Nasa, um kurz darauf Entwarnung zu geben: Die Gefahr sei vorüber, die Astronauten dürfen in die ISS zurückkehren. Die Astronauten - Gennady Padalka, Scott Kelly und Mikhail Kornienko - werden nach Angaben der Nasa nun ihre Arbeit in der ISS wieder aufnehmen. Nur gut 45 Minuten nach der Entwarnung meldet sich der aktuelle ISS-Commander, Scott Kelly, per Twitter zu Wort: Er sei froh, dass es keinen Einschlag gegeben habe, twittert er. "Großartige Koordination mit den internationalen Bodenteams", meldet er. Das Training für Situationen wie diese sei "exzellent" gewesen.

Es war erst das vierte Mal in der Geschichte der ISS, dass die Astronauten sich aus Sicherheitsgründen in die Sojus zurückziehen mussten. Die ISS umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern. Die drei Astronauten an Bord bekommen schon in wenigen Tagen Gesellschaft: Am 22. Juli soll eine Sojus mit den Astronauten Oleg Kononenko, Kjell Lindgren und Kimiya Yui zur ISS starten.

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