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Astronomie Partielle Mondfinsternis über Deutschland

Glück für Hobby-Astronomen: Über vielen Regionen Deutschlands war die partielle Mondfinsternis in der Nacht zum Dienstag gut zu sehen.

08.08.2017 08:10
Mondfinsternis über Berlin
Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe. Foto: Jörg Carstensen

Freie Sicht auf die partielle Mondfinsternis: In vielen Regionen Deutschlands haben Hobbyastronomen am Montagabend Glück gehabt. Beispielsweise in Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern war der Mond nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vielerorts am fast wolkenfreien Himmel rosa- bis orangefarben leuchtend zu sehen.

Der untere Teil war etwas verdunkelt. Der Mond trat teilweise in den dunklen Kernschatten ein, den die Erde auf der von der Sonne abgewandten Seite in den Raum wirft.

Weniger Glück hatten die Menschen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem nördlichen Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens: Dort verschleierten laut DWD vielerorts Wolken die Sicht.

Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond in etwa in einer Reihe.

Von Deutschland aus war diesmal nur der zweite Teil der Verdunkelung zu sehen, da der Aufgang des Mondes erst nach Mitte der Finsternis erfolgte.

Nur zweiter Teil der partiellen Mondfinsternis zu sehen

Wer in Deutschland den teilweise verdunkelten Mond sehen wollte, musste bei Mondaufgang gegen 20.50 Uhr zum Himmel schauen, sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim. „Wer weiter im Osten wohnt, ist leicht im Vorteil.“ Denn während der Mond in Berlin bereits um 20.37 Uhr aufging, hatte der Erdtrabant in Köln erst um 20.58 Uhr seinen Auftritt.

Um 21.19 Uhr endete der sichtbare Teil der Mondfinsternis mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde. Um 22.53 Uhr war die Finsternis beendet.  Danach befand sich der Mond noch eine Zeit in deren Halbschatten, was kaum erkennbar war. Er war dann auf einer Seite nur etwas weniger hell.

Sternschnuppen-Regen im Anmarsch

Augustnächte können für Sternengucker ergiebig sein:  Später im Monat folgt noch das Maximum des Sternschnuppenstromes der Perseiden. Für manche Hobby-Astronomen sind die Ereignisse vielleicht ein Trostpflaster angesichts der totalen Sonnenfinsternis über den USA am 21. August, die lediglich in Teilen Nordwesteuropas zu sehen sein wird.

Das Maximum der Perseiden erwarten die Sternfreunde in der Nacht vom 12. auf den 13. August (Samstag auf Sonntag). Doch das Licht des noch relativ vollen Mondes werde viele der Sternschnuppen überstrahlen. (dpa)

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