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Valentinstag Aufgepasst beim Rosenkauf

Wer Blumen im Internet kauft, droht von der Qualität der Ware enttäuscht zu werden.

Onlinegeschäft
Blumen sind für den Online-Handel nur bedingt geeignet.

In fast allen Branchen boomt der Onlinehandel und die stationären Geschäfte haben mit dieser Konkurrenz zu kämpfen. Doch es gibt eben auch Waren, die nicht für einen Paketversand prädestiniert sind. Wie Blumen. Viele Onlinehändler greifen beim Versand der frischen Ware auf reguläre Paketdienste wie DHL zurück, die darauf aber nicht spezialisiert sind.

Ist das auch der Grund, weswegen der Onlinehandel in der Floristik-Branche stagniert? Können die Qualitätsstandards beim Verschicken nicht gehalten werden? Tatsächlich ist der Onlinehandel in der Branche noch eine Nische. Mit einem Anteil von rund sieben Prozent im Jahr 2017 ist dieser laut der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AIG) seit Jahren stabil. „Das Onlinegeschäft mit Blumen und Pflanzen hat im Konsumentenmarkt eher noch geringe Bedeutung, der Lebensmitteleinzelhandel und der Discount gewinnen jedoch Jahr für Jahr vor allem beim Mengenanteil dazu“, sagt Andrea Kirchhoff, Sprecherin des Verbands des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI).

Der Lebensmitteleinzelhandel inklusive Discountern kommt nach vorläufigen Daten laut AIG 2017 auf einen Anteil von 30 Prozent des gesamtdeutschen Blumenumsatzes. Vor fünf Jahren waren es noch knapp 24 Prozent. Den Absatz von Schnittblumen dominiert also weiterhin der Fachhandel. Er machte 2017 rund 62 Prozent des gesamten Umsatzes aus.

Dennoch sind Onlinehändler praktisch, wenn man – etwa zum bevorstehenden Valentinstag – seiner Liebsten eine Freude machen will, die nicht in derselben Stadt wohnt. Auch für schüchterne Rosenkavaliere, die womöglich anonym bleiben wollen, ist der Onlineversand eine Alternative.

Das Portal Netzsieger hat die Rosensträuße von neun Onlinehändlern kürzlich nach den Kriterien Vielfalt, Qualität, Preise, Lieferbedingungen, Bestellkomfort und Service einem Test unterzogen. Bei den Floristen handelt es sich um Online-Ableger stationärer Märkte wie Blume 2000 und Floristen-Netzwerke, die über Blumenläden vor Ort liefern lassen, dazu zählen Fleurop oder Euroflorist. Zudem wurden auch die großen Konkurrenten der Floristen, Discounter wie Lidl und Aldi, auf ihre online versandten Rosen hin getestet.

Wichtig für ein gutes Abschneiden war ohne Zweifel die Optik des Straußes. Eine Rose soll etwas hermachen und den Beschenkten erfreuen. Da dürfen auch nach dem Versand keine schwarzen Druckstellen zu finden sein und kein Blatt verwelkt daherkommen. So war das aber laut den Testern von Netzsieger teilweise bei den Händlern Euroflorist und Blumenfee. „Für knapp 32 beziehungsweise rund 26 Euro liegen die beiden Dienstleister zwar preislich in einem guten Rahmen, die Qualität und Frische der Rosen ist hingegen ungenügend“, bilanziert die Berliner Floristmeisterin Carolin Lange von Blumenfisch Floristik, die in der Jury saß.

Am schönsten und frischesten, seien zum Testzeitpunkt die Rosen von Blume 2000 und Bloomy Days gewesen, einem Berliner Start-up, das allerdings mittlerweile zu Fleurop gehört. Die Blumen von Bloomy Days sind auch mit Abstand die teuersten. 20 rote Rosen kosten mit 50 Euro mehr als das Doppelte als die der günstigsten Anbieter.

Floristin Lange sagt aber: „50 Euro für langstielige Edelrosen mit besonders vollen Blütenköpfen sind gerechtfertigt.“ Die günstigsten Rosen bieten FloraPrima und Valentins für jeweils knapp 20 Euro, die Qualität wird für den Preis als gut befunden.

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