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Tesla Vorreiter auf Zeit

Tesla wird den Vorsprung in Sachen E-Mobilität auf die anderen Autobauer nicht mehr lange halten können. Ein Kommentar

Model 3
Tesla-Autos vom Typ "Model 3" stehen auf einem Parkplatz in Richmond. Foto: rtr

Tesla-Chef Elon Musk macht sich gerne über BMW lustig. Die Bayern sind der unmittelbare Konkurrent des amerikanischen Elektroautobauers, die Fahrzeuge beider Marken sind in der sogenannten Premiumkategorie angesiedelt. Noch hat Musk gut lachen. Sein Unternehmen lieferte knapp 71.000 Autos im ersten Halbjahr aus. BMW kam nur auf knapp 61.000 elektrifizierte Fahrzeuge. Dazu zählen nicht nur reine Stromer, sondern auch Plug-in-Hybride. Die beiden Zahlen aber zeigen, wie nah die etablierte Konkurrenz dem Newcomer mittlerweile auf die Pelle gerückt ist.

Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass BMW Tesla früher oder später überholen wird. BMW will sein Angebot an Elektrischen bis 2025 auf 25 Modelle ausbauen. Im nächsten Jahr soll der Mini, dann das SUV X3 und dann die 4er-Limousine kommen. Mit jeder Neuvorstellung kann die elektrische Antriebstechnik nebst Batterien verbessert werden. Und BMW ist nur ein Anbieter.

Ähnlich ehrgeizig gehen es Volkswagen oder Daimler an. Selbst wenn Tesla mit dem Model 3 im Massenmarkt zeitweise erfolgreich ist: Die Amerikaner werden ins Hintertreffen kommen, je größer der Markt wird. Denn damit wachsen die Kostenvorteile der Großen. Gut möglich, dass Tesla sich 2025 mit einem bereits angekündigten Sportwagen wieder in die Nische zurückziehen wird. Gleichwohl bleibt es Musks Verdienst, den Etablierten bei der Elektromobilität Beine gemacht zu haben.

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