Lade Inhalte...

Tarifgespräche Bahn-Warnstreiks am Montag zwischen 5 und 9 Uhr

2. UpdateBei der Deutschen Bahn sollen Beschäftigte am Montagmorgen ihre Arbeit niederlegen, wie die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft mitteilt.

09.12.2018 16:17
Warnstreiks bei der Deutschen Bahn
EVG-Bundesgeschäftsführer Torsten Westphal sagt, Reisende müssten schon zum Wochenstart mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Foto: dpa

Die neue Woche beginnt für Tausende Fahrgäste und Pendler ungemütlich: Bei der Deutschen Bahn wollen Beschäftigte mit einem bundesweiten Warnstreik am Montag die Arbeit niederlegen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rief für die Zeit von 5 bis 9 Uhr zum Ausstand auf. Es drohen Ausfälle und Verspätungen.

Die Bahn erwartet, dass der Zugverkehr im ganzen Land „stark beeinträchtigt“ werden dürfte. Auch in den Stunden nach dem Warnstreik-Ende sei noch mit Störungen zu rechnen. „Die Deutsche Bahn setzt alles daran, die Auswirkungen auf ihre Kunden so gering wie möglich zu halten“, hieß es. Unter anderem sollen Fahrgast-Betreuung und Telefon-Hotlines aufgestockt werden. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

„Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen“, erklärte der Konzern. Ein Schwerpunkt soll nach seinen Informationen Nordrhein-Westfalen sein.

Deutsche Bahn lädt zu neuen Gesprächen ein

Die EVG hatte nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu dem Warnstreik aufgerufen. Aus Gewerkschaftskreisen hieß es, die Aktionen sollten vor allem in Stellwerken und Werkstätten anlaufen. Am Sonntagabend (19.30 Uhr) wollte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba in Berlin ein Statement abgeben.

Das Unternehmen appellierte in einem Brief an die EVG-Führung, „an den Verhandlungstisch zurückzukehren“. Die Bahn lud die Vertreter der Gewerkschaft für Montagnachmittag zu neuen Gesprächen ein. „Wir sollten gemeinsam alles daran setzen, die Tarifverhandlungen im Sinne unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unseres Unternehmens kurzfristig einem Abschluss zuzuführen.“

Am Samstag waren die Tarifparteien in Hannover ohne Ergebnis auseinandergegangen. Die EVG nannte ein aus ihrer Sicht zu geringes Lohnangebot des Konzerns als Anlass für die Warnstreiks. Die Bahn sprach hingegen von einer „völlig überflüssigen Eskalation“. „Bei diesem Angebot den Verhandlungstisch zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar und verunsichert völlig unnötig unsere Kunden mitten in der Weihnachtszeit“, erklärte Personalvorstand Martin Seiler.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen