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Siemens Vorstand Löscher weiter im Amt

Siemens verlängert den Vertrag seines Vorstandschefs Konzernkreisen zufolge vorzeitig. Vorstandsvorsitzender Peter Löscher soll für fünf weitere Jahre im Amt bleiben. Rechtsvorstand Peter Solmssen und Industriechef Siegfried Russwurm erhielten erneut Mandate für gleiche Zeit.

25.07.2011 10:33
Siemens-Chef Peter Löscher Foto: dpa

Siemens verlängert den Vertrag seines Vorstandschefs Konzernkreisen zufolge vorzeitig. Der Aufsichtsrat werde in seiner Sitzung am Mittwoch Peter Löscher für weitere fünf Jahre an die Unternehmensspitze berufen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Montag.
Der Österreicher Löscher war 2007 als weitgehend unbekannter Manager an die Spitze des Technologiekonzerns gerückt, nachdem Klaus Kleinfeld im Streit um die Aufarbeitung der Korruptionsaffäre das Handtuch geworfen hatte.

Auch Rechtsvorstand Peter Solmssen und Industriechef Siegfried Russwurm erhielten erneut Mandate für gleiche Zeit. Die Verträge der drei wären im Herbst 2012 abgelaufen. Siemens wollte sich zu den Angaben nicht äußern. Auch das „Handelsblatt“ und die „Financial Times Deutschland“ hatten über die Pläne berichtet. Die teure Trennung zwischen Siemens und dem französischen Atomkonzern Areva hat für den Münchner Konzern aber offenbar ein internes Nachspiel. Wie die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtete, gibt es wegen der geplanten Verlängerung des Vertrags von Siemens-Rechtsvorstand Peter Solmssen viele Nachfragen und Kritik.
Einige Vertreter der Kapital- und der Arbeitnehmerseite machten den 56-Jährigen verantwortlich dafür, dass Siemens 2009 trotz klarer Konkurrenzausschlussklauseln eine neue Atompartnerschaft mit dem russischen Rivalen Rosatom vereinbarte. Für diesen Bruch der Verträge mit Areva wurde Siemens im Mai 2011 von einem Schiedsgericht zu einer Strafe von 648 Millionen Euro plus Zinsen verurteilt.Trotz dieses erheblichen Schadens habe Aufsichtsratschef Gerhard Cromme den Kontrolleuren vorgeschlagen, den Vertrag des Chefjuristen in der Sitzung am Mittwoch zu verlängern. (dapd/rtr)

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