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Schienenkartell Nahverkehr vom Schienenkartell geschädigt

Das Schienenkartell, gegen das die Deutsche Bahn bereits juristisch vorgeht, soll auch Nahverkehrsgesellschaften in zahlreichen Städten geschädigt haben.

07.01.2013 07:15
Das Bundeskartellamt hat seine Ermittlungen wegen verbotener Preisabsprachen bei Schienenlieferungen mit einer Millionenbuße abgeschlossen. Foto: dpa

Ein Schienenkartell um den Stahlkonzern ThyssenKrupp soll nach Informationen der „Süddeutsche Zeitung“ (Montag) auch kommunale Verkehrsbetriebe in weit über hundert Fällen geschädigt haben. In zahlreichen Städten seien Nahverkehrsgesellschaften in den vergangenen drei Jahrzehnten zu überhöhten Preisen mit Schienen und Weichen zum Beispiel für Straßenbahnprojekte beliefert worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen des Bundeskartellamtes.

In den Unterlagen seien Berlin, München, Bremen, Essen, Düsseldorf, Rostock, Schwerin, Magdeburg, Halle, Leipzig, Erfurt, Jena und Gotha genannt.

Klage wegen illegaler Preisabsprachen

Die Deutsche Bahn hatte Ende vergangenen Jahres Klage gegen ThyssenKrupp und andere Schienenhersteller wegen illegaler Preisabsprachen eingereicht. Darin fordert das bundeseigene Unternehmen Schadensersatz in Millionenhöhe.

Auch die kommunalen Verkehrsbetriebe möchten ihren Schaden erstattet bekommen, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Sie stimmten sich deshalb untereinander ab. Dies geschehe nach Angaben der Stadtwerke München über den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in dem zahlreiche Stadtwerke und andere Betreiber von lokalen und regionalen Bahnen organisiert sind. (dpa)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Deutsche Bahn
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