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Samsung Schwierige Zeiten bei Samsung

Nach Apple hat nun auch Samsung glänzende Zahlen präsentiert - und wie Apple hat auch Samsung einen fallenden Aktienkurs hinnehmen müssen. Der Markführer bei Smartphones steht aus mehreren Gründen unter Druck. Die Investitionen steigern will das Unternehmen nicht.

Samsung-Zentrale in Seoul. Foto: dpa

Erst Apple, jetzt Samsung: Beide Konzerne haben glänzende Zahlen präsentiert und dennoch geht der Aktienkurs in den Keller. Der koreanische Elektronikriese hat am Freitag Börsianer mit seinem Ausblick für die kommenden zwölf Monate heftig irritiert.

Das Management befürchtet, dass eine fortgesetzte Stärke der Landeswährung Won den operativen Gewinn um umgerechnet rund zwei Milliarden Euro drücken könnte. Der in der Vergangenheit relativ günstige Wechselkurs hatte vielen koreanischen Unternehmen enorme Erfolge im Exportgeschäft beschert. Das gilt auch für den Autobauer Hyundai, zu dem auch die Marke Kia gehört. Doch auch die Profite des Autobauers gingen wegen des stärkeren Won zuletzt merklich zurück.

Für Samsung kommt ein weiterer negativer Faktor hinzu. Die Konzernlenker erwarten, dass sich das seit Jahren rasante Wachstum bei Smartphones nun verlangsamen und zugleich der Wettbewerb sich verschärfen werde. Letzteres gelte für das Geschäft mit Tablet-Rechnern.
Samsung wäre davon in mehrfacher Hinsicht betroffen. Die Koreaner sind nicht nur der weltgrößte Handyhersteller, sondern beliefern unter anderem auch den wichtigsten Konkurrenten Apple mit Komponenten. Und Apple hatte zuvor für große Enttäuschung gesorgt, weil Absatz, Umsatz und Gewinn zwar auf neue Rekordwerte kletterten, aber unter den hochgesteckten Erwartungen der Branchenexperten blieben. Außerdem hat Apple bei den Zulieferern für das iPhone die Bestellungen zurück gefahren.

Der Markt für teure Smartphones sei inzwischen weitgehend gesättigt, sagte der koreanische Analyst Kim Hyung Sik der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Er fügte hinzu: Auf dem in China schnell wachsenden Segment der billigen Smartphones werde es zudem schwer, ein Profitwachstum zu erreichen. China ist der weltweit wichtigste Mobilfunkmarkt. Dort machen sich aber heimische Unternehmen wie ZTE und Huawei breit, die mit Kampfpreisen angreifen.

Ein weiterer Faktor sorgte gestern für Verunsicherung: Samsung hat in den vergangenen Jahren eine aggressive Investitionsstrategie gefahren. Doch in diesem Jahr soll die Summe auf den Wert von 2012 (17,5 Milliarden Euro) eingefroren werden. Dies ist in den Augen vieler Branchenkenner ein Indiz dafür, dass die Koreaner ein mit einem extrem schwierigen Jahr 2013 rechnen.

Im vierten Quartal fuhr der Konzern noch einen Rekord beim operativen Gewinn von 8,8 Billionen Won (6,1 Milliarden Euro) ein, dieser wurde aber durch die starke Währung laut Samsung im Vergleich zum Vorjahr fast 250 Millionen Euro gedrückt.

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