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RWE und Eon Strompreise könnten steigen

Für die Neuordnung ihres Geschäfts wollen Eon und RWE die bisherige Ökostrom- und Netz-Firma Innogy zerschlagen. Experten sehen den Deal positiv, Verbraucherschützer warnen.

Stromtankstelle
Ladesäule der RWE-Tochter Innogy für Elektroautos. Foto: Imago

Gewerkschafter und Politik haben die geplante Aufgabenteilung von RWE und Eon begrüßt. RWE soll für die Stromerzeugung zuständig sein, Eon für die Verteilung und den Vertrieb der elektrischen Energie. „Das ist in der Tat ein Mega-Deal in der Größenordnung von 43 Milliarden Euro, den wir als Gewerkschaften – und das gilt sowohl für Verdi als auch für die IG BCE – begrüßen“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Montagmittag. Bsirske ist zugleich Vizechef des RWE-Aufsichtsrats. Er kündigte für die am Abend geplante Sitzung des Kontrollgremiums an: „Wir werden zustimmen, weil wir das als eine Chance für alle Beteiligten sehen, hier starke und investitionskräftige Unternehmen aufzubauen, und auch Perspektiven zu erschließen für Wachstum und für die Arbeitsplätze.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte: „Ich habe Vertrauen in unsere Energieunternehmen, dass sie auf jeden Fall die beste Variante suchen, wie sie die Energiewende und die nachhaltige Energieversorgung schaffen können“, sagte die Regierungschefin.

RWE ist höchst umstritten

Die Noch-Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) betonte, es sei „gut, wenn es in Deutschland wettbewerbsfähige und international orientierte Energieversorger“ gebe. Die jetzigen Pläne könnten „dazu ein Beitrag sein“. Eine Konzentration auf bestimmte Geschäftsfelder könne „notwendige Investitionen bei Erzeugung und Verteilnetzen befördern“.

Die in der Nacht zu Sonntag überraschend bekannt gewordenen Pläne dürften den Energiemarkt in Deutschland durcheinander wirbeln. Eon soll die gewinnbringenden Stromnetze und das Vertriebsgeschäft von der RWE-Tochter Innogy übernehmen. Im Gegenzug will Eon seine Windparks und Solaranlagen an RWE abtreten.

Die Kommunen – mit gut 20 Prozent der Anteile wichtige Aktionäre bei RWE – stellten sich hinter die geplante Aufteilung. Sie sei „sowohl strategisch als auch finanzwirtschaftlich positiv zu bewerten“, teilte ihr Verband mit. Es sei gut, dass mit Eon ein deutsches Unternehmen neuer Partner der RWE und indirekt der Kommunen werde.

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