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Rente DGB-Chef: Rentenmodell geht den Orkus runter

Die von der Koalition geplante Rentenreform gegen Altersarmut steht nach Einschätzung von DGB-Chef Michael Sommer vor dem Scheitern.

10.01.2013 12:27
Sorglos im Alter? - Das ist für viele nur ein Traum. Foto: dpa/Archiv

Sommer bestätige sich, dass das Modell der Zusatzrente für Geringverdiener «von vornherein fehlerhaft ist - und als solches überhaupt nicht tragbar sein kann», sagte Sommer am Donnerstag in Berlin mit Blick auf Widerstand in der CSU. Sommer zeigte sich «bedingt» erfreut, «dass jetzt dieses stümperhafte Lebensleistungsrentenmodell offensichtlich den Orkus runtergeht».

Die CSU lehnt es ab, Versicherungs- und Fürsorgeleistungen unzulässig miteinander zu vermischen. Der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Max Straubinger, interpretierte das in der «Süddeutschen Zeitung» als «Absage an die Lebensleistungsrente».

DGB-Chef Sommer kritisierte: «Was wir jetzt erleben werden ist Folgendes: Die einen werden die Lebensleistungsrente hochhalten - schon allein der Begriff ist eine Verhöhnung der Bevölkerung. Die andern werden jetzt die rentenpolitischen Leistungen für Mütter hochhalten. Die Dritten werden sagen: Wir können es nicht finanzieren. Und zum Schluss bleibt eins übrig: nämlich massenhaft Altersarmut in Deutschland.» Er warb erneut für das Rentenreformmodell des DGB: Dieses sei sinnvoller und konzeptionell durchdachter. Der DGB will den Rentenbeitrag anheben und die Rente mit 67 kippen. (dpa)

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